Resch Maschinenbau setzt auf Cloud-ERP für effizientere Produktion und weniger Aufträge
Elias FrankeResch Maschinenbau setzt auf Cloud-ERP für effizientere Produktion und weniger Aufträge
Resch Maschinenbau, ein mittelständisches Ingenieurbüro, verlagert seine Geschäftsprozesse in ein öffentliches Cloud-basiertes ERP-System. Mit dem Schritt will das Unternehmen seine Produktion optimieren und die Effizienz steigern – eine notwendige Maßnahme angesichts anhaltender Personalengpässe. Laut einer aktuellen Umfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) können fast 60 Prozent der deutschen Ingenieurbetriebe offene Technikerstellen nicht besetzen.
Die digitale Transformation bei Resch Maschinenbau begann 2020, bevor im Mitte 2021 der Entschluss fiel, auf eine Public-Cloud-Lösung umzusteigen. Das Unternehmen nutzt die Cloud-Umgebung gemeinsam mit seiner Schwesterfirma Power-Heat-Set, behält jedoch getrennte Buchhaltungssysteme bei.
Schwerpunkte der Umstellung sind die Produktionsplanung und das Lagermanagement. Durch den Wechsel auf die Cloud-ERP-Lösung SAP S/4HANA will Resch Maschinenbau die Anzahl der aktuell 4.000 aktiven Aufträge auf unter 1.000 reduzieren. Dadurch soll die Produktion flexibler und agiler werden.
Die Migration ist auf 14 Monate angesetzt; alle Module sollen bis Anfang 2024 voll funktionsfähig sein. Das Unternehmen steuert den Prozess in Eigenregie, unterstützt durch die Beratung von Cpro Industry. Sobald die Kernprozesse laufen, folgen weitere Optimierungen – darunter die Anbindung von CAD-Systemen sowie der Ausbau von PLM- (Product-Lifecycle-Management) und CRM-Funktionen (Customer-Relationship-Management).
Ein weiteres Ziel ist die bessere Kontrolle der Produktkosten. Das neue System passt Preise automatisch an Echtzeit-Marktschwankungen an und hilft dem Unternehmen so, in einem volatilen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Der Umstieg auf die Cloud-ERP-Lösung erfolgt zu einer Zeit, in der viele Ingenieurbetriebe mit Fachkräftemangel kämpfen. Mit der Modernisierung will Resch Maschinenbau Ineffizienzen abbauen und sich an veränderte Marktbedingungen anpassen. Die vollständige Implementierung ist für Anfang 2024 geplant; weitere Verbesserungen sollen über den initialen Rollout hinaus folgen.






