27 April 2026, 22:02

Solargipfel-Gesetz drückt Erträge: Solarstromerzeuger verlieren bis zu 40 Prozent

Balkendiagramm, das den Stromertrag aus Wind und Solar in Deutschland mit begleitendem Erläuterungstext zeigt.

Solargipfel-Gesetz drückt Erträge: Solarstromerzeuger verlieren bis zu 40 Prozent

Neue Regeln im Solargipfel-Gesetz drücken die Erträge von Solarstromerzeugern bei negativen Strompreisen

Durch das deutsche Solargipfel-Gesetz sinken die Einnahmen von Betreibern von Solaranlagen, sobald die Strompreise ins Minus rutschen. Ohne intelligente Steuerungstechnik drohen Haushalten jährliche Verluste von über 40 Prozent. Die Änderungen zwingen Anlagenbetreiber dazu, ihre Strategien zur Nutzung von Überschussstrom zu überdenken, um ihre Erträge zu sichern.

Das Solargipfel-Gesetz sieht vor, dass für neue Photovoltaik(PV)-Anlagen während Phasen negativer Großhandelspreise keine Einspeisevergütung mehr gezahlt wird. 2024 hielten diese Bedingungen rund 460 Stunden an – für einen typischen Haushalt mit einer 10-Kilowatt-PV-Anlage und Batteriespeicher bedeutete das einen Rückgang der Einspeiseeinnahmen um 25 Prozent. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte 2025 die Zahl der Stunden mit negativen Preisen auf fast 780 steigen und damit die finanziellen Einbußen verdoppeln.

Der Energiespeicher-Anbieter Sonnen warnt, dass Investoren auf intelligente Steuerungssysteme setzen müssen, um hohe Verluste zu vermeiden. Smarte Zähler ermöglichen es Haushalten, überschüssigen Solarstrom gezielt einzusetzen – etwa zum Laden von Elektroautos, zur Teilnahme an virtuellen Kraftwerken oder zum Verkauf auf Märkten wie dem Intraday-Handel. Ohne solche Maßnahmen drohen Betreibern längere Amortisationszeiten und geringere Gewinne.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) fordert klarere Vorgaben, wann PV-Anlagen nach den neuen Regeln gedrosselt werden müssen. Durch negative Preise verlorene Vergütungszeiträume werden zwar an das Ende der 20-jährigen EEG-Förderlaufzeit angehängt – allerdings nur, wenn smarte Zähler installiert sind. Diese Anpassung soll die finanziellen Nachteile für betroffene Anlagenbesitzer abfedern.

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Die Politikänderung erfordert von Solarstromerzeugern schnelles Handeln. Intelligente Steuerungen und flexible Stromnutzung können verlorene Einnahmen ausgleichen, doch wer nicht nachrüstet, riskiert erhebliche finanzielle Einbußen. Da negative Strompreise immer häufiger auftreten, wächst der Druck, Solaranlagen zu modernisieren.

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