Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab
Philipp KochStuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab
Apotheke in Stuttgart rechnet erste Papierrezepte über Scanacs mit der AOK Baden-Württemberg ab
Eine Apotheke in Stuttgart hat erstmals Papierrezepte gemeinsam mit der AOK Baden-Württemberg über das Scanacs-System abgerechnet. Dies stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Abrechnung von elektronischen und Papierrezepten in einem einheitlichen Verfahren zu standardisieren.
Im Januar rechnete eine Stuttgarter Apotheke über Scanacs Muster-16-Rezepte im Wert von mehr als 80.000 Euro ab – darunter ein einzelnes Rezept mit einem Volumen von über 40.000 Euro. Die Umstellung ermöglicht es Apotheken, sowohl E-Rezepte als auch Papierbelege innerhalb desselben Monats zu bearbeiten.
Hintergrund der Änderung ist eine Überarbeitung des Arzneimittelversorgungsvertrags (AVV) durch die AOK Baden-Württemberg. Nach den neuen Regelungen müssen Apotheken für alle Abrechnungen eines Monats ein einheitliches Verfahren wählen – entweder die Eigenabrechnung oder die Nutzung einer Clearingstelle wie Scanacs.
E-Rezepte werden weiterhin über die Apo-TI-Schnittstelle direkt an die Scanacs-Plattform zur Rechnungsstellung übermittelt. Die Zahlungen für Papier- und elektronische Belege erfolgen unmittelbar von der Krankenkasse an die Apotheken. Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete diese Entwicklung als Meilenstein für das System.
Zunehmend mehr Apotheken zeigen Interesse an der Nutzung von Scanacs, da kein zusätzlicher Arbeitsaufwand entsteht und die Abrechnungshäufigkeit unbegrenzt bleibt. Das Unternehmen strebt an, den Prozess weiter zu optimieren, sodass er nach der Übergangsphase zur Routine wird – ohne dass Apotheken zusätzliche Scanner installieren müssen.
Das neue System vereinfacht die Abrechnung für Apotheken in Baden-Württemberg, garantiert direkte Zahlungen der Krankenkassen und bietet gleichzeitig Flexibilität bei den Bearbeitungsmethoden. Scanacs erwartet, dass der optimierte Ablauf nach der Übergangsphase zum Standard wird.
