17 June 2026, 19:26

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stagnierendem Sendungsaufkommen

DSLV-Index für Massengutfrachlogistik: steigende Kosten - sinkender Spielraum

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stagnierendem Sendungsaufkommen

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter an

Im zweiten Halbjahr 2025 sind die Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (LTL-Logistik) weiter angestiegen – und das, obwohl das Sendungsaufkommen nahezu unverändert blieb und nur einen minimalen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete.

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Die transportierten Mengen in den LTL-Netzen sanken um lediglich 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Umschlagterminals um vier, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Sendungen pro Depot um 3,3 Prozent führte.

Die gesamtprozessbezogenen Sendungskosten erhöhten sich im zweiten Halbjahr 2025 um 3,4 Prozent. Die Personalkosten, die etwa 51 Prozent dieser Ausgaben ausmachen, stiegen dabei um 3,7 Prozent – bedingt auch durch die zum 1. Januar 2025 eingeführte Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns.

Besonders stark legten die Kosten für die Palettenabwicklung zu: Sie kletterten um 6,4 Prozent, angetrieben von einem drastischen Preisanstieg für Paletten um 21 Prozent. Die Betriebskosten wuchsen um 4,2 Prozent, vor allem aufgrund von Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur. Maut- und Spritkosten blieben dagegen relativ stabil und dämpften so den Gesamtkostenanstieg.

Der Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV) warnt, dass die Branche die steigenden Kosten künftig nicht mehr allein durch interne Effizienzmaßnahmen auffangen kann.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend bei den Kosten in der deutschen LTL-Logistik. Arbeitskosten, Palettenabwicklung und Betriebskosten treiben die Steigerung voran, während das Sendungsvolumen kaum Schwankungen aufweist. Die Branche steht weiterhin unter Druck, die wachsenden finanziellen Belastungen zu bewältigen.

Quelle