Voith verkauft Kuka-Anteil an Midea – und verdoppelt Gewinn in 18 Monaten
Finn HerrmannVoith verkauft Kuka-Anteil an Midea – und verdoppelt Gewinn in 18 Monaten
Der deutsche Technologiekonzern Voith hat zugestimmt, seinen 25,1-Prozent-Anteil am Robotikunternehmen Kuka an den chinesischen Investor Midea zu verkaufen. Durch die Transaktion hat sich Voiths Beteiligung an Kuka innerhalb von nur 18 Monaten mehr als verdoppelt. Trotz dieses Wertzuwachses entschied sich das Unternehmen zum Verkauf, nachdem kein deutscher Konkurrent ein vergleichbares Angebot vorlegte wie Midea. Der chinesische Konzern sicherte dabei Zusagen für die Mitarbeiter und Kunden von Kuka zu, was einige Bedenken gegenüber der Übernahme milderte.
Der Vorstand von Kuka hatte den Aktionären zuvor empfohlen, Mideas Angebot anzunehmen. Kritiker warnen jedoch, der Verkauf könnte eine breitere Abgabe deutscher Industriebeteiligungen nach sich ziehen. Voith erwartet aus dem Geschäft Erlöse in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro.
Die Vereinbarung markiert eine deutliche Veränderung in der Eigentümerstruktur von Kuka. Midea festigt mit dem Ausbau seiner Beteiligung seine Position auf dem globalen Robotikmarkt, während Voith sich aus einem zwar lukrativen, aber nicht zum Kerngeschäft gehörenden Engagement zurückzieht. Der Verkauf wird abgeschlossen, sobald die notwendigen behördlichen Genehmigungen vorliegen.
Mit Voiths Ausstieg wird Midea zum dominierenden Aktionär bei Kuka – verbunden mit Zusagen zum Schutz von Arbeitsplätzen und Kundenbeziehungen. Die Transaktion unterstreicht den wachsenden Einfluss chinesischer Investitionen in europäische Industrieunternehmen.






