29 June 2026, 10:02

VW plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr

Volkswagen plant, vier Fabriken zu schließen

VW plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr

Volkswagen erwägt tiefgreifende Veränderungen seiner Geschäftsaktivitäten in Deutschland. Medienberichten zufolge hat Konzernchef Oliver Blume vorgeschlagen, vier Werke zu schließen und bis 2030 rund 100.000 Arbeitsplätze abzubauen. Die Pläne stoßen bereits auf scharfen Widerstand seitens der Arbeitnehmervertreter.

Das Unternehmen hat bereits zugestimmt, im Jahr 2024 drei deutsche Standorte zu schließen und die Belegschaft in Deutschland um 30.000 Stellen zu reduzieren. Betroffen sind die Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. In Zwickau und Emden werden derzeit rein elektrisch betriebene Fahrzeuge produziert.

Einige europäische Volkswagen-Werke laufen mit weniger als 60 Prozent Auslastung, wodurch bis zu 800.000 ungenutzte Produktionseinheiten entstehen. Die Herstellungskosten in Asien, insbesondere in China, liegen deutlich unter denen in Europa. Der Gewinn pro Fahrzeug stieg 2024 auf 5.919 Dollar – ein Anstieg gegenüber 3.593 Dollar im Jahr 2016.

Die geplante Umstrukturierung könnte eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw sowie der Komponentensparte umfassen. Zudem hat der Konzern über sechs Milliarden Dollar in den US-Elektroautohersteller Rivian investiert, um seine Softwarekompetenzen zu stärken. Die Gewerkschaften haben angekündigt, die Pläne mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Volkswagen betont, dass entschlossenes Handeln notwendig sei, um die volle Kapazitätsauslastung der deutschen Werke wiederherzustellen. Ziel der Restrukturierung ist es, Ineffizienzen und steigende Kosten zu bekämpfen. Angesichts des Ausmaßes der geplanten Kürzungen und Werksschließungen ist jedoch mit erheblichem Widerstand zu rechnen.

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