VW plant radikalen Stellenabbau – bis zu 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr
Philipp KochVW plant radikalen Stellenabbau – bis zu 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr
Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen vor, von denen bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier deutsche Werke betroffen sein könnten. Die Aktie des Konzerns wird derzeit mit einer niedrigen Bewertung gehandelt – das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt in diesem Jahr bei 3,7 und für 2027 bei 3,0.
Der Aufsichtsrat, in dem eine rot-grüne Koalition den Ton angibt, wird am 9. Juli zusammentreten, um die Pläne zu beraten. Zu den Standorten, denen die Schließung droht, gehören die Werke in Hannover und Emden, beide in Niedersachsen gelegen.
Das Land Niedersachsen hält einen Anteil von 20,2 Prozent an Volkswagen und verfügt damit über eine Sperrminorität bei wichtigen Entscheidungen. Mitarbeitervertreter, darunter Daniela Cavallo, wurden über die geplanten Kürzungen nicht konsultiert.
Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro, während der Aktienkurs aktuell bei 72,54 Euro liegt. Trotz der niedrigen Bewertung zeigen sich Anleger weiterhin zurückhaltend bei deutschen Autowerten – die Zweifel an der Zukunft der Branche bleiben groß.
Die geplanten Einschnitte könnten die Geschäftsaktivitäten von Volkswagen in Deutschland grundlegend verändern. Die Ergebnisse der Julisitzung des Aufsichtsrats werden die nächsten Schritte des Konzerns bestimmen. Die Sperrminorität des Landes könnte dabei eine entscheidende Rolle bei der finalen Entscheidung über Stellenabbau und Werksschließungen spielen.
