28 December 2025, 08:03

Wohnungsbau in Bayern: Krise hält bis 2026 an – warum kaum noch gebaut wird

Eine dichte Stadtlandschaft mit zahlreichen Gebäuden, Häusern, Bäumen, Fahrzeugen, Straßen und Brücken.

Wohnungsunternehmen: Nur ein Drittel wird bis 2026 bauen - Wohnungsbau in Bayern: Krise hält bis 2026 an – warum kaum noch gebaut wird

Bayerns Wohnungsbau steckt in der Krise – bis mindestens 2026 bleibt die Bautätigkeit schwach

Die Wohnungswirtschaft in Bayern steht vor einer anhaltenden Flaute: Experten erwarten, dass die Bauaktivitäten mindestens bis 2026 auf niedrigem Niveau verharren werden. Branchenvertreter warnen, dass aufgrund steigender Kosten, unklarer Fördergelder und strenger Vorschriften deutlich weniger Neubauten entstehen werden.

Wie Hans Maier, Vorsitzender des Verbandes der bayerischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (VdW Bayern), mitteilte, plant nur etwa ein Drittel der Wohnungsanbieter im Freistaat für das Jahr 2026 noch den Abschluss neuer Projekte. Sollten sich diese Prognosen bewahrheiten, würden lediglich 3.350 Wohnungen fertiggestellt – ein besorgniserregend niedriger Wert.

Hohe Baukosten, komplizierte Bauvorschriften und Unsicherheiten bei staatlichen Fördermitteln bremsen die Entwicklung weiter aus. Über 2.300 Wohnungen könnten sich verzögern, da Förderprogramme überlastet sind – damit geraten auch zugesagte Subventionen in Höhe von 480 Millionen Euro ins Wanken. Angesichts des Rückgangs bei Neubauten verlagern viele Anbieter ihre Prioritäten: Rund 31 Prozent wollen 2026 stattdessen mehr in die Modernisierung und Aufwertung bestehender Immobilien investieren, insbesondere in klimafreundliche Sanierungen statt in Neubauvorhaben.

Doch von einer Entspannung der Lage ist vor 2026 nicht auszugehen. Statt Neubauten zu realisieren, setzen die Anbieter auf Sanierungen – während Förderlücken und bürokratische Hürden bestehen bleiben. Die Folge: In den kommenden Jahren wird der Wohnungsmarkt noch knapper werden.