Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC – der freie Hochschulzugang wird Normalität
Philipp KochZwei Drittel der Studiengänge ohne NC – der freie Hochschulzugang wird Normalität
Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen werden im Wintersemester 2026/27 ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Damit setzt sich der Trend sinkender Aufnahmehürden im ganzen Land fort. Noch vor einem Jahrzehnt unterlagen fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge solchen Einschränkungen.
Vor zehn Jahren verlangten 47,6 Prozent der Bachelorprogramme bestimmte Noten für die Zulassung. Heute gilt dies nur noch für 31,6 Prozent – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet, dass Studierende sich mittlerweile in sieben von zehn grundständigen Studiengängen unabhängig von ihren Abitur-Ergebnissen einschreiben können.
Regionale Unterschiede bleiben jedoch beträchtlich. Berlin weist mit 53,5 Prozent den höchsten Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen auf, gefolgt von Baden-Württemberg mit 46,2 Prozent. Dagegen haben Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz die wenigsten Hürden: Weniger als jeder fünfte Studiengang ist dort mit Zugangsbeschränkungen belegt. Auch Hamburg verzeichnet einen deutlichen Rückgang – der Anteil der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung sank hier innerhalb von nur zwei Jahren von 62,4 auf 37,6 Prozent.
Die Entwicklung bedeutet, dass die meisten Studierenden künftig auf weniger Hindernisse bei der Aufnahme eines Studiums stoßen werden. Offener Zugang zu Studiengängen ist in vielen Teilen Deutschlands inzwischen zur Regel geworden. Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz bieten Bewerberinnen und Bewerbern derzeit die besten Chancen.






