300 Protestierende in Bayreuth gegen AfD-Kundgebung mit Björn Höcke
Gegendemonstration gegen AfD-Kundgebung in Bayreuth zieht rund 300 Teilnehmer an
Rund 300 Menschen beteiligten sich am Samstag in Bayreuth an einer Gegendemonstration gegen eine Kundgebung der AfD. Die Veranstaltung, unterstützt von lokalen Initiativen und dem Bayreuther Oberbürgermeister, fand statt, während gleichzeitig rechtliche Auseinandersetzungen um eine geplante Rede von Björn Höcke, einer führenden Figur der AfD, eskalierten.
Ursprünglich hatte die AfD die Genehmigung für ihre Kundgebung in Bayreuth erhalten. Das örtliche Verwaltungsgericht entschied jedoch, dass ein Auftritt Björn Höckes unzulässig sei. Diese Entscheidung wurde später vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof aufgehoben, der keine konkreten Anhaltspunkte dafür sah, dass seine Rede zu Straftaten oder ordnungsrechtlichen Verstößen führen würde.
Die Proteste gegen die AfD-Versammlung wurden vom "Offenen Antifaschistischen Treffen Westallgäu" und dem Bündnis "Solidarisches Allgäu" organisiert. Oberbürgermeister Eric Ballerstedt schloss sich der Gegendemonstration an und stand gemeinsam mit den Demonstranten. Viele trugen Transparente mit Botschaften wie "Gemeinsam gegen AfD und Rechtsruck" oder "AfD = Abgrund für Deutschland". Andere zeigten Parolen wie "Junge Zukunft Sozialismus", um ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen.
Laut Polizeiberichten verlief die Gegendemonstration ohne größere Zwischenfälle. Höcke hielt schließlich doch eine Rede bei der AfD-Veranstaltung, nachdem das Gericht die Beschränkungen aufgehoben hatte. Die Protestkundgebung unterstrich den lokalen Widerstand gegen die Präsenz der Partei in der Region.






