27 March 2026, 14:01

40 Jahre Aschaffenburger Frauenhören: Kampf für Gleichberechtigung geht weiter

Plakat für die Feier des Team Redstone zum Internationalen Frauentag mit einer Frau, die eine Fahne mit der Aufschrift "Frauen-Gleichstellung" hält, Logos und Veranstaltungseinzelheiten unten.

40 Jahre Aschaffenburger Frauenhören: Kampf für Gleichberechtigung geht weiter

40 Jahre Aschaffenburger Frauenhören: Rückblick, Bilanz und Zukunftsvisionen

Im März 2026 feierte das Aschaffenburger Frauenhören sein 40-jähriges Jubiläum – ein Anlass, um vergangene Kämpfe zu würdigen und künftige Ziele in den Blick zu nehmen. Veranstaltet vom Gleichstellungsbüro des Landkreises, war die Veranstaltung Teil der übergreifenden Kampagne "Rund um den Internationalen Frauentag". Das Programm reichte von kulturellen Begegnungen bis hin zu Debatten über anhaltende geschlechtsspezifische Ungleichheiten.

Unter dem Motto "Anfänge erinnern – Errungenschaften bewahren – Zukunft gestalten" startete die Kampagne mit einer Vernissage, einem Benefizkonzert und einem feministischen Leseabend, der 55 Teilnehmer:innen anzog. Eine Filmdiskussion und eine öffentliche Lesung ergänzten das Programm, wobei jeweils Themen wie Gleichberechtigung und Frauenrechte im Mittelpunkt standen.

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Der Landkreis erweiterte zudem sein Netzwerk der roten Bänke: Eine weitere Bank wurde im Bürgerpark Ringheim in Großostheim aufgestellt, sodass sich die Gesamtzahl auf zehn Bänke im gesamten Kreisgebiet erhöht – darunter eine am Landratsamt Aschaffenburg. Jede Bank trägt Hinweistafeln mit Hilfsangeboten und dient als sichtbares Mahnmal gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen.

Über soziale Medien und die offizielle Website des Landkreises wurden die Veranstaltungen beworben, mit Schwerpunkten auf Themen wie Sexismus, der Equal Pay Day und der Equal Care Day. Das Frauenhören selbst unterstrich erneut die Forderungen nach Selbstbestimmung, einem Ende der Gewalt und voller Gleichberechtigung – Ziele, die trotz jahrzehntelanger Fortschritte noch immer nicht erreicht sind.

Historisch verankert ist der Internationale Frauentag in Clara Zetkins Initiative von 1910, ein Bezug, der während der Kampagne aufgegriffen wurde. Zwar würdigten die Veranstaltungen feministische Errungenschaften, doch betonten die Organisator:innen, dass echte Gleichstellung noch immer ausstehe.

Die Kampagne 2026 verband kulturelle Formate mit politischer Advocacy-Arbeit: Durch öffentliche Installationen wie die roten Bänke und digitale Aufklärung wurde das Bewusstsein für die Thematik geschärft. Zehn dieser Bänke stehen nun im gesamten Landkreis – jedes ein Symbol für den anhaltenden Widerstand gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Organisator:innen bleiben entschlossen, strukturellen Wandel voranzutreiben und bauen dabei auf 40 Jahre feministischen Aktivismus auf.

Quelle