13 February 2026, 20:09

AfD fordert Verstaatlichung bayerischer Gasspeicher für mehr Energiesicherheit

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, auf der Städte, Ortschaften, Flüsse und andere geografische Merkmale beschriftet sind.

AfD fordert Verstaatlichung bayerischer Gasspeicher für mehr Energiesicherheit

Die AfD in Bayern drängt darauf, dass das Land die Kontrolle über wichtige Gasspeicher übernimmt. Ihr Vorschlag sieht vor, die Anlagen in Wolfersberg und Breitbrunn zu verstaatlichen, um die langfristige Energieversorgung zu sichern. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland mit historisch niedrigen Gasreserven in diesen Winter geht.

Die Gasvorräte in deutschen Speichern sind Anfang Februar 2026 auf nur noch 25 bis 27 Prozent gesunken. Am 9. Februar lagen die Reserven bei 27,3 Prozent, um dann bis zum 10. Februar auf 25,5 Prozent abzufallen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 48,7 Prozent am selben Tag im Vorjahr. Die Lage hat sich seit Anfang 2025 weiter verschärft, als die Speicher noch zu fast 70 Prozent gefüllt waren.

Die AfD zielt mit ihrem Plan auf zwei zentrale Standorte ab: Wolfersberg und Breitbrunn. Die Partei fordert, dass der Freistaat Bayern entweder eine bedeutende Beteiligung an der Wolfersberg-Anlage erwirbt oder den Speicher in Breitbrunn vollständig von Uniper SE übernimmt. Ziel ist es, die Befüllung, den Betrieb und die strategische Bereitschaft unter bayerische Kontrolle zu stellen.

Vertreter der Partei argumentieren, dass eine staatliche Steuerung die Energiesicherheit verbessern würde. Sie schlagen vor, das Eigentum an Breitbrunn auf den Freistaat Bayern zu übertragen und mögliche Optionen für Wolfersberg zu prüfen. Der Vorstoß folgt auf Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von Flüssiggas-Importen über die Terminals an Nord- und Ostsee.

Sollte der Vorschlag der AfD erfolgreich sein, würde dies einen deutlichen Kurswechsel in der bayerischen Energiepolitik bedeuten. Staatlich gelenkte Speicher könnten die Bewirtschaftung der Gasreserven in Engpasssituationen grundlegend verändern. Der Plan wird nun im bayerischen Landtag debattiert.