AfD kehrt zur Münchner Sicherheitskonferenz zurück – und löst Alarmstimmung aus
Lara BauerAfD kehrt zur Münchner Sicherheitskonferenz zurück – und löst Alarmstimmung aus
Drei AfD-Abgeordnete werden 2026 erstmals seit zwei Jahren an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Die im Hotel Bayerischer Hof stattfindende Veranstaltung hat bei politischen Konkurrenten Bedenken hinsichtlich möglicher Sicherheitsrisiken ausgelöst. CSU-Generalsekretär Martin Huber übt offene Kritik am Auftreten der rechtspopulistischen Partei und stellt deren Motive infrage.
Die bestätigten AfD-Teilnehmer sind Rüdiger Lucassen, Anna Rathert und Heinrich Koch. Lucassen fungiert als verteidigungspolitischer Sprecher der Partei, während Rathert der Arbeitsgruppe für Außenpolitik angehört. Koch, Mitglied im Verteidigungsausschuss, komplettiert das Trio. Offizielle Angaben zu ihren Rollen oder geplanten Diskussionen während der Konferenz liegen bisher nicht vor.
Huber wirft der AfD vor, die Konferenz für politische Zwecke instrumentalisieren zu wollen. Er behauptet, die Partei könnte vertrauliche Informationen an ausländische Kontakte weitergeben – darunter auch an US-Republikaner. Seine Vermutungen stützen sich auf ein Muster von AfD-Parlamentsanfragen, die seiner Ansicht nach auf Informationslecks hindeuten.
Der CSU-Politiker bezeichnete die AfD abfällig als "Angeber ohne substanzielle Inhalte". Zudem betonte er, dass in diesem Jahr keine prominenten Vertreter der Partei eingeladen wurden und lediglich weniger bekannte Mitglieder anwesend sein würden. Der außenpolitische Sprecher der AfD, Markus Frohnmaier, erhielt zwar keine offizielle Einladung, soll sich aber dennoch in München aufhalten, um am Rande der Konferenz Gespräche zu arrangieren.
Huber warnte, das Vorgehen der AfD könnte am Ende anderen politischen Gruppen nützen – nicht jedoch der eigenen Partei. Konkrete Begünstigte nannte er zwar nicht, doch er unterstrich die Gefahren einer unkontrollierten Weitergabe von Informationen während der Tagung.
Die Rückkehr der AfD zur Münchner Sicherheitskonferenz markiert eine Wende nach zweijähriger Abwesenheit. Hubers Warnungen verdeutlichen die Spannungen um Sicherheit und Transparenz bei dieser hochkarätigen Veranstaltung. Die begrenzte Vertretung der Partei und Frohnmaiers inoffizielles Erscheinen deuten darauf hin, dass die AfD trotz formaler Einschränkungen weiterhin um Einfluss ringt.