AfD-Parteizentrale in Cadolzburg nach nächtlichem Angriff beschädigt
Philipp KochAfD-Parteizentrale in Cadolzburg nach nächtlichem Angriff beschädigt
Rechtsextreme AfD-Parteizentrale in Cadolzburg bei nächtlichem Angriff beschädigt
Ein Gebäude der politischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Cadolzburg wurde bei einem nächtlichen Angriff Ziel einer mutmaßlichen Gewalttat. Unbekannte Täter zerstörten Scheiben des ehemaligen Gasthauses Gwäxhaus, das dem lokalen AfD-Verband als Schulungszentrum und Versammlungsort dient. Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 19. auf den 20. Februar 2026.
Die Sachbeschädigung wurde entdeckt, nachdem die Fenster mit einem Werkzeug eingeworfen worden waren. Polizei und Spurensicherer rückten an, um Beweismaterial zu sichern. Kurz darauf beanspruchte ein Beitrag im sozialen Netzwerk des Accounts Antifa Infos & Mobilisierungen die Verantwortung für die Tat. Darin hieß es, "mehrere Scheiben des AfD-Treffpunkts in Cadolzburg" seien "zerstört" worden. Zudem wurde vor weiteren "militanten Aktionen" in Zukunft gewarnt.
Claus-Georg Pleyer, Vorsitzender des örtlichen AfD-Kreisverbands, machte für den Angriff "monatelange demokratiefeindliche Hetze" gegen das Objekt verantwortlich. Die politische Gliederung in der Region stellte einen Zusammenhang zu anderen jüngeren Vorfällen her, darunter ein Brandanschlag auf das Auto eines Mitglieds in Uffenheim sowie körperliche Auseinandersetzungen an einem Infostand in Scheinfeld.
Seit Jahresbeginn 2026 sind keine weiteren öffentlich bekannten Angriffe auf AfD-Einrichtungen oder Mitglieder in Bayern dokumentiert worden.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie jüngster Konflikte ein, in die die AfD in der Region verwickelt ist. Die Ermittlungen der Behörden zu der Sachbeschädigung laufen noch; bisher gab es keine Festnahmen. Die Partei wiederholte ihre Besorgnis über eine "systematische Feindseligkeit" gegenüber ihren Mitgliedern und Immobilien.






