AfD scheitert bei Bürgermeisterwahlen trotz Sitzgewinnen in Bayerns Kommunalparlamenten
Lara BauerBischöfe in Bayern warnen vor Normalisierung der AfD in Kommunen - AfD scheitert bei Bürgermeisterwahlen trotz Sitzgewinnen in Bayerns Kommunalparlamenten
Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) konnte bei den Kommunalwahlen in Bayern zwar Zuwächse verzeichnen, scheiterte jedoch bei der Wahl zu Bürgermeister- oder Oberbürgermeisterposten. Kein AfD-Kandidat zog in die Stichwahlen am 22. März ein. Unterdessen äußerten die katholischen Bischöfe der Region Besorgnis über den wachsenden Einfluss der Partei in den kommunalen Gremien.
Bei den Kommunal- und Kreistagswahlen im März 2026 baute die AfD ihre Präsenz in bayerischen Stadt- und Gemeinderäten aus. In Augsburg sicherte sich die Partei 11 Sitze, in Nürnberg stieg ihre Vertretung im Vergleich zu früheren Ergebnissen. In Coburg wurden vier AfD-Stadträte gewählt, in Schweinfurt acht. Landesweite Gesamtzahlen für alle kommunalen Parlamente wurden nicht zentral erfasst.
Trotz dieser Gewinne errang die AfD kein einziges Bürgermeister- oder Oberbürgermeisteramt. Auch für die anstehenden Stichwahlen konnte die Partei keine Kandidaten platzieren.
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, warnte, dass die zunehmende Präsenz der AfD in lokalen Räten die Gefahr berge, ihren Einfluss zu normalisieren. Die Bischöfe betonten, dass rechtsextreme Ideologien niemals als gesellschaftliche Norm akzeptiert werden dürften.
Der Misserfolg der AfD bei der Eroberung von Führungspositionen steht im Kontrast zu ihrer gestiegenen Vertretung in kommunalen Gremien. Kirchenvertreter haben sich deutlich gegen die wachsende Rolle der Partei in der Regionalpolitik ausgesprochen. Die Stichwahlen am 22. März finden ohne Beteiligung von AfD-Kandidaten statt.






