Mann verliert 190.000 Euro an Investment-Betrüger - Anlagebetrug in Deutschland: Über 12.000 Opfer in nur einem Jahr
Deutsche Behörden verzeichnen über 12.000 Fälle von Anlagebetrug im vergangenen Jahr
Die meisten Betrugsfälle betrafen gefälschte Kryptowährungsplattformen, doch auch Aktien, Devisenhandel (Forex) und Binäre Optionen wurden für betrügerische Machenschaften genutzt. Zwei aktuelle Opfer aus Bayern verloren beträchtliche Summen, nachdem sie mit falschen Versprechungen hoher Renditen gelockt worden waren.
In einem Fall überwies ein Mann aus dem Landkreis Kelheim zwischen Juli und Oktober 190.000 Euro an Betrüger. Die Kriminellen überredeten ihn, in eine scheinbare Handelsplattform zu investieren, und versprachen dabei garantierte Gewinne. Sobald das Geld auf Konten in Spanien und Großbritannien überwiesen war, verschwanden die Täter spurlos.
Ein zweites Opfer aus dem Landkreis Deggendorf verlor 70.000 Euro in einem ähnlichen Betrugsmodell. Er war über eine Online-Plattform kontaktiert worden, die Handel mit Kryptowährungen und Devisen anbot. Nach der Überweisung der Gelder auf ein Schweizer Konto brachen die Betrüger jeden Kontakt ab.
Beide Opfer wurden über professionell gestaltete Websites und aggressive Marketingstrategien angeworben. Die Täter lockten mit unrealistischen Renditeversprechen und nutzten dabei das wachsende Interesse an digitalen Anlagen aus.
Die Fälle verdeutlichen einen deutlichen Anstieg von Finanzbetrug in Deutschland. Allein zwischen April 2025 und April 2026 gingen bei Behörden wie der BaFin und der Polizei über 12.000 Meldungen ein. Die meisten betrafen Kryptowährungsbetrug, doch auch klassische Anlageformen wurden für die Abzocke missbraucht.






