28 March 2026, 16:02

Anna Weidels emotionaler Kampf zwischen Comeback und Karriereende

Plakat für ein Wintersport-Event in Wien, Österreich, mit einem strahlenden Frau im Fellmantel und Hut sowie Eventdetails im Text.

Anna Weidels emotionaler Kampf zwischen Comeback und Karriereende

Anna Weidel: Zwischen Comeback und Karriereende

Die deutsche Biathletin Anna Weidel hat in den vergangenen Jahren eine Phase voller Höhen und Tiefen durchlebt – zwischen sportlichem Erfolg und persönlichen Krisen. Nach dem Kampf gegen psychische Belastungen und gesundheitliche Probleme bereitet sie sich nun mit neuem Elan auf die anstehende Saison vor. Ihr Weg von der fast schon beschlossenen Karrierebeendigung bis in die Top 10 zeigt sowohl beeindruckende Widerstandskraft als auch die Unsicherheit über ihre Zukunft.

Ein Wendepunkt in Weidels Laufbahn folgte nach den Olympischen Spielen 2022 in Peking, wo sie als Ersatzathletin an den Start ging. Die Erfahrung zehrte stark an ihren Kräften, und später gab sie offen zu, über einen Rücktritt nachgedacht zu haben. Im selben Jahr belegte sie lediglich Platz 52 in der Gesamtwertung des Biathlon-Weltcups – ein Ergebnis, das ihre Zweifel noch verstärkte.

Doch bis Ende 2025 steigerte sich ihre Leistung deutlich. Beim Weltcup-Finale in Hochfilzen am 14. Dezember erreichte sie Platz 8 im Sprint und Platz 10 in der Verfolgung – ihre besten Ergebnisse seit Jahren. Schon früher in der Saison hatte sie als einzige deutsche Biathletin das Finale beim Loop Festival erreicht, ein seltener Lichtblick in ihrer Karriere.

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Rückschläge blieben dennoch nicht aus. Eine Krankheit zwang sie, Rennen auszulassen, darunter den Wettbewerb in Kontiolahti, was ihren Schwung bremste. Trotz dieser Hindernisse holte sie bei den Europameisterschaften 2025 Gold – auch wenn spätere Berichte einige Fragen zu den Umständen dieses Sieges aufwarfen. Nun, mit Blick auf die Olympischen Spiele 2026, bleibt ein Karriereende eine Option – allerdings nur, falls ihre Leistungen hinter ihren Erwartungen zurückbleiben.

Aktuell betont Weidel, sie fühle sich bereit für die neue Saison. Was danach kommt, bleibt jedoch offen. Ihr Werdegang steht für eine Mischung aus Triumph und Rückschlägen – von olympischen Enttäuschungen bis zu Top-10-Platzierungen im Weltcup. Die Entscheidung, ob sie weitermacht oder aufhört, wird maßgeblich von ihren Ergebnissen in den kommenden Monaten abhängen. Eines ist jedoch sicher: Unabhängig von ihrer Wahl hat sie sich bereits als eine der zähsten Biathletinnen Deutschlands einen Namen gemacht.

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