Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt schwach – Erholung in weiter Ferne
Finn HerrmannArbeitsmarkt in Deutschland bleibt schwach – Erholung in weiter Ferne
Deutschlands Arbeitsmarkt bleibt schwach – von einer nachhaltigen Erholung keine Spur
Der aktuelle Beschäftigungsindikator des ifo Instituts zeigt einen weiteren Rückgang der Stimmung. Unternehmen in Schlüsselbranchen fahren ihre Einstellungspläne zurück oder bereiten sich auf Entlassungen vor.
Der ifo-Beschäftigungsindikator sank im Juni auf 92,3 Punkte – nach 93,9 im Mai. Dieser Rückgang spiegelt die wachsende Skepsis der Arbeitgeber bei der Personalplanung wider.
Besonders stark betroffen ist der Dienstleistungssektor. Zeitarbeitsfirmen und Tourismusunternehmen kämpfen mit besonders schwierigen Bedingungen. Im Groß- und Einzelhandel nehmen die Pläne für Stellenabbau weiter Fahrt auf.
Industrieunternehmen haben zwar weiterhin mit einem angespannten Arbeitsmarkt zu kämpfen, doch die meisten wollen dennoch Personal abbauen. Eine Ausnahme bildet die Bauwirtschaft: Hier gibt es kaum geplante Veränderungen, und die Belegschaften bleiben weitgehend stabil.
Laut Klaus Wohlrabe vom ifo Institut bleibt die Gesamtlage düster. Die Unternehmen agieren zurückhaltend, und ein Aufschwung bei der Beschäftigung ist vorerst nicht in Sicht. Die aktuellen Daten bestätigen, dass Deutschland von einer nachhaltigen Erholung am Arbeitsmarkt noch weit entfernt ist.
