19 February 2026, 06:05

Audi setzt auf KI und Cloud-Technologie für die smarte Fabrik der Zukunft

Eine Gruppe automatisierter Roboter, die auf Förderbändern in einem Lager arbeiten, umgeben von Kartons und Fahrzeugen auf dem Boden.

Audi setzt auf KI und Cloud-Technologie für die smarte Fabrik der Zukunft

Audi revolutioniert seine Werke mit AI und digitaler Technologie, um die Produktion zu beschleunigen und Verzögerungen zu reduzieren. Zu den jüngsten Projekten des Automobilherstellers gehören vollautomatisierte Systeme für die Herstellung von Kabelbäumen sowie intelligentere Qualitätskontrollen in der Montage. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Modernisierungsinitiative im Rahmen der 360factory-Strategie.

Einer der größten Fortschritte entsteht durch das Projekt Next2OEM, bei dem Audi die Produktion von Kabelbäumen automatisiert. Bisher dauerte dieser Prozess mehrere Wochen – durch Digitalisierung und Robotik lässt er sich nun auf wenige Minuten verkürzen. Zudem verlagert das Unternehmen seine Produktionssteuerungssysteme in eine cloudbasierte Edge-Infrastruktur, was die Abläufe flexibler und einfacher zu verwalten macht.

Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle in Audis Plänen für die intelligente Fabrik. Im Werk Neckarsulm kommt bereits das System Weld Splatter Detection (WSD) zum Einsatz, das Schweißnähte in Echtzeit auf Fehler überprüft. Dieses System wird bald mit der Plattform Edge Cloud 4 Production (EC4P) verknüpft, um den Datenaustausch zwischen Maschinen und Mitarbeitenden zu optimieren. Bis Mitte 2026 sollen sechs weitere Werke in Ingolstadt die gleichen KI-gestützten Kontrollen einführen.

Über die Automatisierung hinaus nutzt Audi Echtzeitdaten, um die Arbeit in der Produktion enger mit den Zulieferern zu vernetzen. Dadurch lassen sich Fehler minimieren und Verzögerungen verkürzen, da die Teams stets aktuelle Informationen zu Bauteilen und Produktionsbedarf erhalten. Das Unternehmen fördert zudem den Wissensaustausch zwischen seinen Standorten, damit Verbesserungen an einem Ort schnell im gesamten Netzwerk umgesetzt werden.

Die Veränderungen sind Teil des übergeordneten 360factory-Ansatzes von Audi, der fünf zentrale Bereiche umfasst – darunter Digitalisierung und Automatisierung. AI-gesteuerte Roboter unterstützen mittlerweile die Belegschaft, während Chatbots Routineanfragen bearbeiten und so die Mitarbeitenden für komplexere Aufgaben entlasten. Ziel ist es, jeden Schritt der Fertigung schneller, präziser und anpassungsfähiger an die Nachfrage zu gestalten.

Audis Investitionen in AI und Cloud-Technologie verkürzen die Produktionszeiten und verbessern die Qualitätssicherung. Mit Systemen wie WSD, die bis 2026 in weiteren Werken eingeführt werden, rechnet das Unternehmen mit reibungsloseren Abläufen und weniger Störungen in der Lieferkette. Die Updates sind zudem ein wichtiger Baustein für den langfristigen Plan, effizientere und datengetriebene Fabriken zu schaffen.