Autofreies Wohnviertel in Kaufbeuren scheitert an Denkmalschutz-Auflagen
Lara BauerAutofreies Wohnviertel in Kaufbeuren scheitert an Denkmalschutz-Auflagen
Pläne für ein neues autofreies Wohnviertel in Kaufbeuren erleiden schweren Rückschlag
Die Pläne für ein neues autofreies Wohnviertel in Kaufbeuren sind auf ein großes Hindernis gestoßen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat Teile des Vorhabens blockiert, wodurch eine Neukonzeption des Projekts "Blasiusblick" erforderlich wird. Ursprünglich sollten 100 Wohnungen entstehen – nun werden es voraussichtlich weniger als 60 sein.
Das Quartier "Blasiusblick" war als ambitioniertes, autofreies Wohnprojekt auf einem ein Hektar großen Brachland angelegt worden. Geplant waren acht moderne Wohngebäude mit Platz für 100 Wohnungen. Doch 2024 griff das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) ein.
Das BLfD lehnte den Bau zwischen der historischen Stadtmauer und dem Märzenbach-Bach ab. Die Behörde warnte, dass die Bauarbeiten dem geschützten Denkmal unwiederbringlichen Schaden zufügen würden. In der Folge dürfen zwei der acht geplanten Gebäude nicht errichtet werden.
Angesichts der Auflagen prüft das Projektteam nun Alternativen. Zur Diskussion stehen die Schaffung von Grünflächen, der Bau unterirdischer Parkplätze sowie die Nachnutzung bestehender Strukturen. Ziel bleibt es, die Substanz der jahrhundertealten Stadtmauer zu bewahren und gleichzeitig neuen Wohnraum zu schaffen.
Durch die Ablehnung verringert sich die Zahl der Wohnungen von 100 auf knapp über 50. Die Entwickler müssen ihre Pläne nun an die Denkmalschutzvorgaben anpassen. Die überarbeitete Version wird voraussichtlich weniger Gebäude und mehr Freiflächen in der Nähe der historischen Mauer umfassen.






