Autoscout24 und Motum fusionieren: 95.000 Gebrauchtwagen unter einem Dach
Lara BauerAutoscout24 und Motum fusionieren: 95.000 Gebrauchtwagen unter einem Dach
Zwei große Flottenmanagement-Unternehmen, Autoscout24 und Motum, haben offiziell fusioniert. Die neue Plattform wird rund 95.000 Gebrauchtwagen verwalten und zielt darauf ab, Flottenbetriebe zu vereinfachen und zu automatisieren. Der Deal ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen und entspricht der wachsenden Nachfrage der Branche nach Effizienz und Transparenz.
Die ersten ernsthaften Gespräche zwischen den beiden Unternehmen begannen am 15. März 2024. Ein geleakter Autoscout24-Bericht, der die fortschrittliche Batterietechnologie von Motum hervorhob, veranlasste den Autoscout24-CEO, Kontakt aufzunehmen. Beide Unternehmen erkannten schnell ihre gemeinsamen Ziele: die Digitalisierung, Straffung und Automatisierung aller Phasen im Lebenszyklus eines Gebrauchtwagens.
Die Fusion wurde durch größere Branchenveränderungen geprägt. Die Umstrukturierung von BASF veranlasste Motum, nach einem strategischen Partner zu suchen, während Autoscout24 seine Dienstleistungen bereits durch die Übernahme von Repairfix erweitert hatte – einer BASF-Coatings-Tochter, die auf Schadensmanagement in Flotten spezialisiert ist. Der Zeitpunkt passte zudem zu den Markttendenzen, da Flotten zunehmend nach Wegen suchen, Komplexität zu reduzieren und Automatisierung einzuführen.
Die anfänglichen Gespräche gewannen an Fahrt auf der NaKoBeMo (Nationale Konferenz für Unternehmensmobilität) in Mainz. Das neue Führungsteam besteht aus Amir Roughani als CEO, Dr. Moritz Weltgen als Chief Revenue Officer (Vertriebsvorstand) und Natalie Maier als CFO. Gemeinsam werden sie die strukturierten Prozesse und KI-gestützten Tools von Autoscout24 mit der Branchenexpertise von Motum verbinden, um das Wachstum voranzutreiben.
Autoscout24, 2011 gegründet, war ein Pionier im Bereich Corporate Carsharing und führte Innovationen wie Schlüsselbox-Systeme ein. Durch die Fusion ist das kombinierte Unternehmen nun in der Lage, die steigende Nachfrage nach intelligenteren und effizienteren Gebrauchtwagenlösungen zu bedienen.
Das neu entstandene Unternehmen wird fast 100.000 Fahrzeuge über eine einzige Plattform verwalten. Durch die Integration von KI, Automatisierung und tiefgreifendem Branchenwissen soll es den wachsenden Bedarf der Flotten nach Einfachheit und Transparenz decken. Der Schritt spiegelt zudem die größeren Veränderungen in der Branche wider, wo Konsolidierung und Technologieeinführung zu zentralen Treibern werden.