16 April 2026, 08:03

Balkon-Streit am Peitinger Hauptplatz: Bauausschuss gespalten über umstrittene Anbauten

Ein überfüllter Parkplatz vor einem Gebäude mit zahlreichen geparkten Autos.

Balkon-Streit am Peitinger Hauptplatz: Bauausschuss gespalten über umstrittene Anbauten

Ein Plan, Balkone an einem Gebäude am Hauptplatz von Peiting anzubauen, spaltet den städtischen Bauausschuss. Die Vorschläge sehen vor, an der Westfassade zwei Balkone anzubringen – und zwar in den beiden obersten Stockwerken des Gebäudes, die zu neuen Wohnungen gehören sollen. Wie Christian Hack, Leiter des örtlichen Bauamts, erläuterte, hatte der Eigentümer ursprünglich Balkone auf der straßenseitigen Fassade beantragt. Dieser Wunsch wurde jedoch abgelehnt, da das dortige Grundstück im Besitz der Kommune ist.

Andreas Barnsteiner (BVP) zeigte sich überzeugt, dass das Design gut zur großen Bauweise des Gebäudes passe. Michael Deibler (CSU) äußerte sich zurückhaltender und bezeichnete die Optik als "gerade noch akzeptabel". Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte ein, dass die Parksituation problematisch sei, betonte jedoch, dass der Eigentümer alle geltenden Vorschriften eingehalten habe.

Obwohl die Balkone die übliche Bebauungsgrenze überschreiten, wurde das Vorhaben als geringfügige Änderung eingestuft – was die Genehmigung ermöglichte. Einziger Widerspruch kam von Stadtrat Norbert Merk (CSU), der gegen den Plan stimmte, da er zusätzliche Parkplatzprobleme durch die neuen Wohnungen befürchtet.

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Der Ausschuss billigte die Balkone als kleine bauliche Veränderung, obwohl sie über die gesetzlichen Grenzen hinausragen. Der Eigentümer kann nun mit den Umbauten beginnen, während die Bedenken zur Parksituation weiterhin ungelöst bleiben. Merk war das einzige Mitglied, das im finalen Votum gegen den Antrag stimmte.

Quelle