Bayerische Bauwirtschaft zeigt erste Anzeichen der Erholung – doch die Krise bleibt
Lara BauerBayerns Bauunternehmen hoffen auf eine Wende - Bayerische Bauwirtschaft zeigt erste Anzeichen der Erholung – doch die Krise bleibt
Bayerns Bauwirtschaft zeigt nach zwei Jahren des Rückgangs erste zaghafte Anzeichen einer Erholung. Zwar bleiben die Umsätze niedrig, doch einige Unternehmen gewinnen langsam wieder an Zuversicht. Dennoch steht die Branche weiterhin vor großen Herausforderungen – viele Betriebe kämpfen ums Überleben.
Die bayerische Bauwirtschaft hat in den vergangenen Jahren einen ihrer tiefsten Punkte erreicht. Die Umsätze beliefen sich 2023 auf 31,9 Milliarden Euro, und bis 2026 wird nur ein leichter Anstieg auf 32,2 Milliarden Euro erwartet. Bei vielen Unternehmen sind die Einnahmen in den letzten zwei Jahren nahezu halbiert worden, sodass kaum noch Spielraum für weitere Einbußen bleibt.
Ein Drittel der Bauunternehmen rechnet mit einer Verschlechterung der Lage, während nur sieben Prozent eine Besserung vorhersagen. Die Mehrheit – 61 Prozent – erwartet in naher Zukunft keine Veränderungen. Ohne anhaltende finanzielle Unterstützung erscheint eine echte Erholung im Wohnungsbau unwahrscheinlich. Um überhaupt die Kosten zu decken, müssten Vermieter Mieten von über 20 Euro pro Quadratmeter verlangen – ein Niveau, das viele für unrealistisch halten.
Auch die Zahl der aktiven Unternehmen geht zurück. Bis 2026 könnte sie von 13.350 auf 12.950 sinken, während die Beschäftigtenzahl leicht von 168.000 auf 167.000 zurückgehen dürfte. Trotz dieser Schwierigkeiten stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in ländlichen Regionen in den ersten neun Monaten 2023 an. In städtischen Gebieten wie München zeigt sich jedoch kein vergleichbarer Trend: Hier wurden für 2025 im Vergleich zu 2024 sogar 25 Prozent weniger Genehmigungen erteilt.
Die Aussichten für die bayerische Bauwirtschaft bleiben ungewiss. Zwar wird ein leichtes Umsatzplus prognostiziert, doch die Grundlagen der Branche sind weiterhin schwach. Ohne stärkere finanzielle Förderung und eine höhere Nachfrage dürfte eine vollständige Erholung vorerst in weiter Ferne liegen.