22 January 2026, 12:05

Bayern ehrt demokratische Vorbilder mit neuen Straßen- und Schulnamen

Ein detailliertes altes Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit zusätzlichen Informationen zeigt.

Welche Vorbilder die Bayern mit Straßennamen ehren möchten - Bayern ehrt demokratische Vorbilder mit neuen Straßen- und Schulnamen

In Bayern läuft derzeit eine Kampagne, um verdiente Persönlichkeiten zu ehren, indem Straßen, Plätze und Schulen nach ihnen benannt werden. Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege hat die Bevölkerung aufgerufen, bis Ende März Vorschläge einzureichen – im Fokus stehen verstorbene Personen, die sich um die Demokratie in der Region verdient gemacht haben.

Bisher sind über 140 Namensvorschläge eingegangen. Darunter befinden sich der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel, die Politikerin Barbara Stamm, der bayerische Ministerpräsident Wilhelm Hoegner, die Schriftstellerin Anna Wimschneider sowie der Fußballspieler Franz Beckenbauer. Ziel der Initiative ist es, eine "positive Liste" mit Ehrungswürdigen für künftige Widmungen zu erstellen.

Eine dreiköpfige Historikerkommission wird alle Einreichungen prüfen und bis zum nächsten Sommer die endgültige Auswahl treffen. Während die meisten Vorschläge ernst gemeint sind, könnten einige – wie etwa die Benennung nach fiktiven Figuren – weniger Berücksichtigung finden. Sobald die Liste steht, entscheidet jede Kommune eigenständig, welche Namen sie für örtliche Straßen, Plätze oder Schulen übernimmt.

Die Aktion soll an Persönlichkeiten erinnern, die die demokratische Geschichte Bayerns geprägt haben. Die fertige Liste dient Städten und Gemeinden als Orientierungshilfe bei der Auswahl neuer Namen. Die endgültige Entscheidung bleibt jedoch in der Hand der lokalen Behörden.