Bayern entdeckt riesiges Potenzial für unterirdische Wasserstoffspeicherung
Finn HerrmannBayern entdeckt riesiges Potenzial für unterirdische Wasserstoffspeicherung
Eine neue Studie offenbart ein großes Potenzial für die unterirdische Wasserstoffspeicherung in Süddeutschland. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die bestehenden Erdgasspeicher in Bayern eine Schlüsselrolle bei der Energiewende des Landes spielen könnten. Experten beschreiben die geologischen Bedingungen der Region als ideal für die großflächige Speicherung von Wasserstoff.
Die SpeicherCHeck-Studie, geleitet von Forschenden der Technischen Universität München (TUM), liefert erstmals eine detaillierte Bewertung der Wasserstoffspeicherkapazitäten in Bayern. Demnach könnten unterirdische Lagerstätten in der Region zwischen 12,6 und 25,2 Terawattstunden (TWh) Wasserstoff aufnehmen – ein Volumen, das einen erheblichen Teil des zukünftigen Speicherbedarfs Deutschlands decken würde.
Besonders vielversprechend sind dabei die bestehenden Porenspeicher im Alpenvorland. Diese Standorte verfügen bereits über die notwendige Infrastruktur, was die Umrüstung für die Wasserstoffnutzung kostengünstiger und weniger aufwendig machen würde. Wie Michael Drews, Professor für Geothermische Technologien an der TUM, erklärt, bieten die geologischen Formationen Süddeutschlands hervorragende Voraussetzungen für eine sichere und effiziente Speicherung.
Bevor eine Umstellung erfolgt, werden die aktuellen Erdgasspeicher in Bayern weiterhin die Gasversorgung stabilisieren. Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister, sieht in der Studie eine strategische Grundlage für den Aufbau eines Wasserstoff-Infrastrukturnetzes. Die schrittweise Umnutzung der Standorte soll den Übergang Deutschlands zu saubereren Energiequellen unterstützen.
Die Studie bestätigt, dass das unterirdische Speicherpotenzial Bayerns zu einem Eckpfeiler der deutschen Wasserstoffstrategie werden könnte. Mit bestehender Infrastruktur und günstigen geologischen Bedingungen ist die Region gut positioniert, um die nationalen Energieziele voranzutreiben. Als nächste Schritte stehen die Planung der Umstellung von Erdgas- auf Wasserstoffspeicher an ausgewählten Standorten an.






