Bayern reformiert 2026 das Kindergeld: Mehr Geld, aber auch mehr Bürokratie für Familien
Philipp KochBayern reformiert 2026 das Kindergeld: Mehr Geld, aber auch mehr Bürokratie für Familien
Bayern führt 2026 weitreichende Reformen beim Kindergeld ein. Familien erhalten dann neue Leistungen, darunter eine einmalige Prämie und höhere monatliche Zuschüsse. Gleichzeitig fallen einige bestehende Unterstützungen weg, und Eltern müssen künftig für bestimmte Leistungen einen Antrag stellen.
Bisher gewährte der Freistaat bis Ende 2024 ein Landeserziehungsgeld von rund 6.000 Euro für das erste Kind, ausgezahlt über zwei Jahre – das entspricht etwa 250 Euro monatlich. Diese Leistung war unabhängig vom Bundeskindergeld, das 2025 auf 255 Euro pro Monat stieg und 2026 auf 259 Euro erhöht wird.
Ab 2025 strich Bayern das Landeserziehungsgeld für Kinder, die am oder nach dem 1. Januar geboren wurden. Die Mittel flossen stattdessen in die Kita-Förderung. Dafür führt der Freistaat 2026 eine neue einmalige Starthilfe von 3.000 Euro ein, die zum ersten Geburtstag des Kindes ausgezahlt wird. Bei Zwillingen oder Drillingen erhalten Eltern die Prämie für jedes Kind.
Zusätzlich zum monatlichen Bundeskindergeld werden künftig 10 Euro extra in ein Rentenstarterkonto eingezahlt, auf das das Kind mit 18 Jahren zugreifen kann. Friedrich Merz schätzt, dass sich daraus bis dahin ein Betrag von etwa 2.100 Euro ansammeln könnte. Anders als bei der Starthilfe erfolgen die Renteneinzahlungen und die Erhöhung des Kindergelds automatisch – hier ist kein Antrag nötig.
Die Reform bringt Familien mehr Geld, aber auch mehr Bürokratie: Die 3.000-Euro-Prämie und die höheren monatlichen Leistungen entlasten bei den laufenden Kosten, während das Rentenstarterkonto langfristig Vermögen aufbaut. Allerdings müssen Eltern künftig für einige Leistungen aktiv einen Antrag stellen, die bisher automatisch gewährt wurden.






