Bayerns Verletzungskrise spitzt sich zu: Neuer, Davies und Musiala fehlen weiter
Elias FrankeZu viel Risiko? Kompany äußert sich zu Verletzungskomplexen - Bayerns Verletzungskrise spitzt sich zu: Neuer, Davies und Musiala fehlen weiter
FC Bayern München steckt in einer wachsenden Verletzungskrise, da immer mehr Leistungsträger mit Rückschlägen zu kämpfen haben. Manuel Neuer, Alphonso Davies und Jamal Musiala plagen seit Wochen immer wiederkehrende Probleme. Trotz zunehmender Sorgen betont Cheftrainer Vincent Kompany, der Klub gehe bei den Rückkehrern mit größter Vorsicht vor.
Die Schwierigkeiten begannen, als sich Neuer am 7. März einen Muskelfaserriss in der linken Wade zuzog – nur eine Woche, nachdem er wieder in die Startelf zurückgekehrt war. Davies, der sich noch von einem Kreuzbandriss erholt, zog sich im Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo eine Oberschenkelzerrung zu. Musiala, der im Sommer einen Bruch im linken Fuß erlitten hatte, spürte in derselben Partie erneut Schmerzen in derselben Region.
Kompany wies Vorwürfe zurück, Bayern bringe Spieler zu früh zurück. Er unterstrich, dass Harry Kane nach einer Wadeprellung in der Champions League nicht überstürzt eingesetzt worden sei. Der Trainer warnte zudem vor dem anstehenden Spiel gegen Bayer Leverkusen, das schwierig werde – schließlich habe selbst der FC Arsenal kürzlich gegen die Werkself gekämpft.
Da Neuer und Davies frühestens Anfang April zurückerwartet werden, wird Sven Ulreich nach eineinhalb Jahren erstmals wieder im Tor stehen. Jonas Urbig, der sich gegen Atalanta eine Gehirnerschütterung zuzog, könnte bereits nächste Woche zurückkehren. Musiala soll unterdessen nach seinen jüngsten Sprunggelenksproblemen bald wieder mit dem Training beginnen.
Bayerns lange Verletztenliste wird den Klub vorerst wichtige Spieler kosten. Neuer, Davies und Musiala fallen in entscheidenden Partien aus, während Urbigs Rückkehr noch unsicher ist. Die vorsichtige Herangehensweise des Vereins bedeutet, dass einige Ausfälle auch über die Länderspielpause hinaus andauern werden.