14 March 2026, 10:02

Bayerns Zuckerrübenbauern kämpfen mit Überangebot und Pflanzenkrankheiten

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer ordentlichen Reihe leuchtender Gemüse, darunter Rote Beete, Zuckerrüben und Mangold, einige überlappend, mit deutlicher Schrift.

Zu viele Zuckerrüben auf dem Markt - Bayerns Zuckerrübenbauern kämpfen mit Überangebot und Pflanzenkrankheiten

Bayerns Zuckerrübenbauern stehen in diesem Jahr vor einer doppelten Herausforderung. Ein globales Zuckerüberangebot zwingt sie, die Anbauflächen bis 2026 um bis zu 25 Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig verschärfen anhaltende Krankheiten und ungleichmäßige Ernten ihre Probleme.

Die aktuelle Erntesaison, die von September bis Mitte November läuft, brachte gemischte Ergebnisse. Regenbedingte Verzögerungen in Nordwestbayern bremsten die Fortschritte, während südöstliche Regionen wie Augsburg und Plattling fast Rekordwerte beim Zuckergehalt verzeichneten. Insgesamt blieben die Erträge jedoch durchschnittlich, wobei die Felder in der Nähe von Ingolstadt und Regensburg leicht darunter lagen.

Zwei Krankheiten – das Syndrome Basses Richesses (SBR) und die Stolbur-Krankheit – haben die Lage zusätzlich verschärft. Besonders in Nordbayern sind die Ausbrüche am schwerwiegendsten und mindern sowohl Erträge als auch Zuckerqualität. Diese Probleme treten auf, während die globale Zuckerproduktion in den letzten drei Jahren stark angestiegen ist: von 170 Millionen Tonnen im Jahr 2023 auf 182 Millionen Tonnen 2025. Brasilien, Indien und Thailand, die größten Produzenten außerhalb der EU, sind mittlerweile für über 60 Prozent des Überschusses verantwortlich.

Der große Verarbeiter Südzucker AG hat europäische Anbauer aufgerufen, im kommenden Jahr den Rübenanbau zu verringern, um die fallenden Preise zu stabilisieren. Die aktuelle "Rübenkampagne" wird bis Ende Januar abgeschlossen sein, wenn die letzten Rüben verarbeitet sind. Danach bereiten sich die Landwirte auf den nächsten Zyklus vor, wobei die Aussaat voraussichtlich im März oder April beginnt.

Der Druck auf Bayerns Rübenbauern wird vorerst nicht nachlassen. Um das Überangebot abzubauen, sind Flächenkürzungen von 20 bis 25 Prozent notwendig. Angesichts der Ausbreitung von Krankheiten und der hohen globalen Produktion werden die kommenden Jahre von den Landwirten erhebliche Anpassungen erfordern.

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