Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und Aktionsplan
Lara BauerBergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und Aktionsplan
Inklusionsbeirat von Bergisch Gladbach wächst auf dreizehn Mitglieder an
Der Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach ist von neun auf dreizehn Mitglieder angewachsen und sorgt damit für eine breitere Vertretung von Menschen mit Behinderungen. Erstmals sind nun auch Vertreter:innen mit Lernbehinderungen Teil des Gremiums. Mit der Erweiterung soll die vielfältige Stadtbevölkerung besser abgebildet und die Teilhabe an lokalen Entscheidungsprozessen gestärkt werden.
Vor den jüngsten Änderungen wurden fünfzehn Mitglieder von örtlichen Institutionen nominiert, darunter der Seniorenbeirat, der Behindertenbeirat und der Jugendrat. Auch Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sowie Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen schlugen Kandidat:innen vor.
Der Beirat hat einen aktualisierten Aktionsplan Inklusion verabschiedet, der in Kürze im Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) beraten wird. Anschließend bedarf er der endgültigen Zustimmung des Stadtrats. Zudem setzt das Gremium zunehmend auf leicht verständliche und barrierefreie Sprache in seinen Dokumenten, um die Zugänglichkeit zu verbessern.
Neue Führung für den Beirat Zur neuen Vorsitzenden wurde Katharina Kaul gewählt, die die Katholische Jugendagentur vertritt. Ihre Stellvertreterin ist Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule.
Um Inklusion stärker in der kommunalen Politik zu verankern, entsendet der Beirat nun Vertreter:innen in zentrale Ausschüsse des Stadtrats. Ihre Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen bei Entscheidungen systematisch berücksichtigt werden.
Mit der erweiterten Zusammensetzung – darunter erstmals Menschen mit Lernbehinderungen – sowie dem überarbeiteten Aktionsplan und verständlicheren Formulierungen in offiziellen Unterlagen soll die lokale Verwaltung inklusiver werden. Sobald die Beschlüsse umgesetzt sind, werden sie die Inklusionspolitik der Stadt in den kommenden Jahren prägen.






