19 February 2026, 18:02

Bitkom und Bayern fordern strengere 5G-Sicherheit mit neuem Positionspapier

Ein animierter grüner Schild mit einem Haken und einer Kette darum, umgeben von drei CPUs, die ein sicheres Netzwerk symbolisieren.

Bitkom und Bayern fordern strengere 5G-Sicherheit mit neuem Positionspapier

Bitkom und das bayerische Innenministerium legen gemeinsames Positionspapier zu 5G-Sicherheit vor

In dem Dokument wird gefordert, höchste Verschlüsselungsstandards umzusetzen – ohne dabei die Anforderungen der Strafverfolgungsbehörden außer Acht zu lassen. Beide Seiten sind sich einig, dass der Cybersecurity bei der Einführung der Netze der nächsten Generation absolute Priorität eingeräumt werden muss.

Das Papier skizziert einen technologieneutralen Ansatz für die Verschlüsselung in 5G-Netzen. Ziel ist es, einen robusten Schutz zu gewährleisten, ohne rechtmäßigen Zugriff im Bedarfsfall einzuschränken. Fachleute betonen, dass Sicherheit alle Ebenen umfassen muss – von der Netzwerkinfrastruktur bis hin zur Datenverarbeitung.

Cybersecurity wird in dem Vorschlag als umfassender Rahmen definiert. Dazu gehören die Absicherung von Kommunikationskanälen, das Management digitaler Identitäten sowie der Schutz von Lieferketten. Zudem wird die Notwendigkeit einer zuverlässigen und hochverfügbaren Infrastruktur hervorgehoben, um kritische Dienste zu unterstützen.

Rupert Lehner, Regionalsprecher von Bitkom in Bayern, unterstrich die wachsende Bedeutung der Datensicherheit. Mit dem Ausbau der 5G-Netze steige auch der Bedarf an stärkeren Schutzmechanismen, so Lehner. Das Papier fordert darüber hinaus, dass Europa seine technologische Souveränität durch lokale Forschung und Entwicklung im Bereich der Kommunikationstechnologien stärken muss.

Bitkom hat wiederholt betont, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen unverzichtbar ist. Der Verband besteht darauf, dass die 5G-Sicherheit sowohl technische Risiken als auch regulatorische Herausforderungen berücksichtigen muss.

Das gemeinsame Positionspapier legt klare Leitlinien für die 5G-Sicherheit fest – mit Fokus auf Verschlüsselung, Integrität der Lieferketten und das Management digitaler Identitäten. Zudem wird zu verstärkten Investitionen in europäische Kommunikationstechnologien aufgerufen. Die Vorschläge zielen darauf ab, eine sichere Grundlage für den künftigen Netzausbau zu schaffen und dabei die Bedürfnisse von Strafverfolgungsbehörden und Wirtschaft gleichermaßen zu erfüllen.