BMW baut Mega-Batteriewerk in Bayern – trotz lokaler Proteste und im Rekordtempo
Lara BauerBMW baut Mega-Batteriewerk in Bayern – trotz lokaler Proteste und im Rekordtempo
BMW errichtet in ländlicher Bayern ein hochmodernes Batteriewerk, das bis Ende 2026 in Betrieb gehen soll. Die Anlage wird täglich 1.000 Batteriepacks der nächsten Generation produzieren – trotz anfänglicher lokaler Widerstände. Das Projekt wurde 2023 in einem Bürgerentscheid mit Zwei-Drittel-Mehrheit gebilligt.
Die Bauarbeiten für das Werk in Irlbach-Straßkirchen begannen im April 2024. Der straffe Zeitplan sieht die Fertigstellung in nur zweieinhalb Jahren vor – ein ambitioniertes Tempo für deutsche Industrieprojekte. Vollständig betrieben wird das Gelände 105 Hektar umfassen und bis Ende 2026 über 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, bis 2028 sollen es 1.600 werden.
Die Produktion folgt BMWs sechsschrittigem Gen6-Batteriemontageverfahren unter Einsatz digitaler Zwillinge und Echtzeit-Qualitätskontrollen. Die neuen Batterien versprechen 30 Prozent mehr Reichweite, 30 Prozent schnellere Ladezeiten und bis zu 50 Prozent geringere Herstellungskosten im Vergleich zu aktuellen Modellen. Die Packs nutzen 46-Millimeter-Rundzellen, die von CATL und EVE aus Ungarn geliefert werden.
Um ökologische Bedenken auszuräumen, verpflichtete sich BMW zum Ausgleich zum Anpflanzen von 500 Bäumen und über 3.000 Sträuchern. Zudem wurden Verkehrswege und Wassermanagementpläne angepasst. Bei Volllast wird der Standort an Werktagen 540 Lkw-Bewegungen bewältigen.
Das Projekt stand im Fokus der BMW Responsibility Days 2025 und unterstrich seine Bedeutung für die Elektrifizierungsstrategie des Konzerns.
Die Produktion startet Ende 2026 mit der Auslieferung hochmoderner Batterien für BMWs Elektrofahrzeuge. Die hohe Kapazität und Effizienzsteigerungen markieren einen entscheidenden Schritt in der Wende des Automobilherstellers zur E-Mobilität. Der zügige Bau und die lokalen Kompromisse spiegeln dabei sowohl Ehrgeiz als auch gelungene Bürgerbeteiligung wider.






