Brite scheitert mit kreativem LSD-Schmuggel über den Flughafen München
Philipp KochBrite scheitert mit kreativem LSD-Schmuggel über den Flughafen München
Ein 32-jähriger Brite ist verurteilt worden, nachdem er versucht hatte, 1.200 Dosen LSD von Amsterdam nach Zadar in Kroatien zu schmuggeln. Die Drogen waren in einem Magazin versteckt worden und wurden während eines Zwischenstopps am Flughafen München von Zollbeamten mit Hilfe eines Spürhundes entdeckt.
Der Mann hatte vorgehabt, das LSD zwischen den Seiten des Magazins zu verbergen. Neben den Drogen führte er drei Präzisionswaagen und wiederverschließbare Plastiktüten mit sich – vermutlich für die spätere Verteilung. Seine Reise endete abrupt, als die Behörden die Rauschgiftmenge bei einer Routinekontrolle in München aufspürten.
Als der Mann bemerkte, dass sein Koffer – und damit die Drogen – verschwunden waren, versteckte er sich im Flughafen von Zadar. Er schaltete sein Handy aus und ließ sich von einem Freund abholen, in der Hoffnung, einer Festnahme zu entgehen. Trotz dieser Bemühungen wurde er später verhaftet und angeklagt. Bei der Vernehmung gestand er die Tat. Er behauptete, ihm seien 2.000 Euro sowie ein kostenloser Zehntagespass für ein Techno-Festival als Gegenleistung für den Drogenschmuggel angeboten worden. Die Ermittler fanden DNA-Spuren, die zu einem früheren Drogenfall passten, konnten die Drahtzieher des Schmuggelrings jedoch nicht identifizieren.
Das Gericht verurteilte den Mann wegen Beihilfe zum Drogenhandel sowie wegen des versuchten Transports einer großen Menge Betäubungsmittel. Er erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe und muss eine Geldstrafe von 2.000 Euro an den Verein Prop e.V. zur Kriminalprävention zahlen. Die Organisatoren der Schmuggelaktion sind weiterhin unbekannt und auf freiem Fuß.