Brose wagt den Sprung ins All: Vom Autozulieferer zum Satellitenbauer
Elias FrankeAutomotive Supplier Brose Enters Space Sector - Brose wagt den Sprung ins All: Vom Autozulieferer zum Satellitenbauer
Automobilzulieferer Brose steigt in die Luft- und Raumfahrt ein – und kooperiert dafür mit zwei Fraunhofer-Instituten sowie einem Berliner Raumfahrttechnologie-Unternehmen. Das in Coburg ansässige Unternehmen will Kleinsatelliten entwickeln und damit seinen traditionellen Fokus auf die Automobilbranche erweitern. Bayerns Wirtschaftsminister hat bereits das Potenzial des Projekts für den Technologiestandort Würzburg hervorgehoben.
Das Brose-Werk in Würzburg kämpft jedoch mit finanziellen Problemen: Betriebliche Verluste und Restrukturierungskosten haben im Frühjahr 2025 Zweifel an der Zukunft des Standorts aufkommen lassen. Aktuell arbeiten dort über 1.400 Beschäftigte, doch die Zukunft des Werks bleibt angesichts der allgemeinen Herausforderungen in der Automobilindustrie ungewiss. Zwar gibt es keine offizielle Bestätigung, dass die Produktion umgestellt und künftig Satelliten gefertigt werden sollen – doch die neuen Partnerschaften könnten eine Rettungsmöglichkeit eröffnen.
Ziel der Zusammenarbeit sind Kleinsatelliten mit einem Gewicht zwischen 50 und 500 Kilogramm. Brose plant, diese in Würzburg in Serienfertigung herzustellen und dabei auf bestehende technische Kompetenzen zurückzugreifen. Mit dem Einstieg in die Raumfahrtbranche hofft das Unternehmen, den Standort langfristig zu sichern und hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.
Bayerns Wirtschaftsminister hat die Initiative begrüßt und Würzburg als wachsenden Standort für satellitengestützte Technologien bezeichnet. Die Kooperationen passen zu Broses Strategie, sich über die Automobilproduktion hinaus zu diversifizieren und gleichzeitig seine ingenieurtechnischen Stärken zu nutzen.
Der Schritt in die Raumfahrttechnologie könnte die Würzburg-Aktivitäten von Brose stabilisieren und neue Hightech-Arbeitsplätze schaffen. Mit der geplanten Satellitenproduktion positioniert sich das Unternehmen für Wachstum in einem zukunftsträchtigen Markt. Ob der Plan aufgeht, hängt jedoch vom Erfolg der Partnerschaften und der Nachfrage nach Kleinsatelliten ab.






