BSI übernimmt EU-Cyberresilienzgesetz: Strengere Regeln für digitale Sicherheit in Deutschland
Lara BauerBSI übernimmt EU-Cyberresilienzgesetz: Strengere Regeln für digitale Sicherheit in Deutschland
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik übernimmt Durchsetzung des EU-Cyberresilienzgesetzes in Deutschland
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wird künftig für die Umsetzung des EU-Cyberresilienzgesetzes (CRA) in Deutschland zuständig sein. Dies kündigte BSI-Präsidentin Claudia Plattner auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg an. Als Hauptgrund für die verschärften Kontrollen nannte sie die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe auf Unternehmen und Behörden.
Mit den neuen Regelungen übernimmt das BSI die Rolle der nationalen Marktüberwachungsbehörde für das CRA. Gleichzeitig fungiert es als Benannte Stelle, die Konformitätsbewertungen durchführt und die Einhaltung der Vorschriften überwacht. Unternehmen müssen nun interne Verantwortlichkeiten, Meldewege und Pflichten gegenüber Lieferanten klar definieren. Zudem sind sie verpflichtet, robuste Testverfahren, regelmäßige Sicherheitsupdates und transparente Prozesse zur Offenlegung von Schwachstellen nachzuweisen.
Hochrisikoprodukte unterliegen besonders strengen Prüfungen und benötigen vor der Markteinführung eine unabhängige Begutachtung durch Dritte. Bei weniger kritischen Produkten reichen hingegen Selbsterklärungen der Hersteller aus. Bestehende Produkte müssen die CRA-Standards erfüllen, sobald sie umfangreiche Updates erhalten, während neue Produkte ab festgelegten Fristen konform sein müssen.
Plattner betonte, wie dringend stärkere Sicherheitsmaßnahmen notwendig seien, um die digitale Souveränität zu schützen. Angesichts der wachsenden Cybergefahren sei es unerlässlich, verbindliche Regeln zu schaffen – und eine Behörde zu etablieren, die deren Einhaltung sicherstellt.
Mit der erweiterten Rolle des BSI wird die Durchsetzung von Cybersicherheitsstandards in Deutschland klarer geregelt. Hersteller und Zulieferer müssen sich auf die neuen Anforderungen einstellen, wobei Hochrisikoprodukte den strengsten Kontrollen unterliegen. Ziel der Änderungen ist es, Schwachstellen in digitalen Produkten zu verringern und die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe zu erhöhen.






