18 March 2026, 02:02

Bundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apotheken-Reformen in Münsingen

Alte Postkarte mit einer Briefmarke, die "Lichtenwald, Deutschland - Einschreiben nach Deutschland" lautet, mit handgeschriebener Text und zwei zusätzlichen Briefmarken in der oberen rechten Ecke.

Bundesgesundheitsministerin Warken diskutiert Apotheken-Reformen in Münsingen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht Apotheke in Münsingen

Letzten Freitag besuchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Bahnhof-Apotheke in Münsingen, um mit der Inhaberin Dr. Melanie Gaub über die aktuellen Herausforderungen des Sektors zu sprechen. Im Mittelpunkt des als konstruktiv beschriebenen Gesprächs standen Themen wie Öffnungszeiten, verzögerte Finanzmittel und der Aufstieg von Versandapotheken. Beide Seiten betonten zwar Fortschritte, räumten aber weiterhin bestehende regulatorische Hürden ein.

Ein zentraler Punkt des Besuchs war die seit Langem überfällige Erhöhung der Festbetragsvergütung für Apotheken. Ursprünglich für 2023 angekündigt, wurde die geplante Anhebung von 8,35 auf 9,50 Euro pro Packung bisher nicht umgesetzt. Warken bekräftigte ihr Engagement, die Anpassung durchzusetzen, und kündigte eine entsprechende Verordnung bis zum Frühjahr 2026 an.

Zudem diskutierten die Ministerin und Gaub über die Öffnungszeiten von Apotheken. Gaub kritisierte, dass die Apothekerkammern flexiblere Regelungen blockierten. Warken zeigte zwar grundsätzliche Zustimmung, gab jedoch zu, dass ihr Ministerium ohne die Mitwirkung der Kammern nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten habe. Sie betonte ihr übergeordnetes Ziel, Bürokratie abzubauen, unterstrich aber gleichzeitig die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit.

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Gaub forderte, Apotheken sollten mehr Aufgaben übernehmen – etwa Impfungen durchführen –, um Ärzte zu entlasten. Warken hörte sich die Vorschläge an, verwies jedoch auf rechtliche Grenzen. Im Gespräch über Versandapotheken räumte die Ministerin ein, deren Wachstum sei nicht mehr aufzuhalten, pochte aber auf strengere Kontrollen.

Auf Nachfrage zu Details des Besuchs lehnte Warken später eine weitere Stellungnahme ab.

Das Treffen zeigte sowohl gemeinsame Ziele als auch anhaltende Hindernisse auf. Ob Warkens Zusagen zur Erhöhung der Festbeträge und zur Entlastung von Vorschriften umgesetzt werden, hängt nun von weiteren Verhandlungen mit den Kammern und politischen Entscheidungsträgern ab. Apotheken wie die von Gaub drängen unterdessen auf erweiterte Dienstleistungen und eine fairere Finanzierung.

Quelle