06 January 2026, 02:06

Bürger spendet Feuerwehr Rottbach dringend benötigten Kleinbus nach Ablehnung der Gemeinde

Ein Feuerhydrant an der Seite einer Straße, mit mehreren Autos und Bäumen in der Nähe.

Bürger spendet Feuerwehr Rottbach dringend benötigten Kleinbus nach Ablehnung der Gemeinde

Ein privater Bürger hat der Freiwilligen Feuerwehr Rottbach geholfen, ein dringend benötigtes Mannschaftstransportfahrzeug zu beschaffen. Franz Walch, Inhaber eines Elektroinstallationsbetriebs, bot an, einen gebrauchten Neunsitzer-Fiat-Kleinbus zu spenden, nachdem der Gemeinderat zweimal Anträge auf Finanzierung abgelehnt hatte. Der Vorschlag wird nun von den Kommunalbehörden geprüft.

Die Feuerwehr Rottbach im unterfränkischen Rottbach bei Bad Kissingen benötigt seit Langem ein Fahrzeug, um Einsatzkräfte in voller Schutzausrüstung zu Notfällen zu transportieren. Im September lehnte der Gemeinderat von Maisach einen Antrag ab, die Kosten von etwa 8.000 Euro zu übernehmen. Zudem teilten die Verantwortlichen mit, dass eine Neuanschaffung erst nach der Aktualisierung des Bedarfsplans der Feuerwehr möglich sei – ein Prozess, der voraussichtlich zwei Jahre dauern wird.

Franz Walch schlug daraufhin eine Lösung vor: Er würde einen gebrauchten Fiat-Kleinbus von einer Nachbarfeuerwache erwerben und der Rottbacher Wehr schenken. Um rechtliche Hürden zu vermeiden, bat er die Gemeinde, das Fahrzeug auf ihren Namen zuzulassen und zu versichern, während er alle anfallenden Kosten übernimmt. Zudem erklärte er sich bereit, die Hauptuntersuchung sowie eventuell anstehende Reparaturen zu finanzieren.

Über den Kleinbus hinaus regte Walch an, auf dem Feuerwehrhaus in Rottbach zwei Photovoltaikanlagen kostenlos zu installieren, um die Stromkosten für die Feuerwehr zu senken. Bürgermeister Hans Seidl würdigte Walchs langjähriges Engagement für die Feuerwehr und bestätigte, dass die Machbarkeit der Spende in den kommenden Wochen geprüft werde.

Der Spendenvorschlag liegt nun bei den örtlichen Behörden zur Bewertung vor. Bei einer Genehmigung könnte der Kleinbus kurzfristig als Transportmittel für die Einsatzkräfte dienen, während die Solaranlagen die Betriebskosten verringern würden. Die Entscheidung des Gemeinderats wird zeigen, ob die Feuerwehr diese Ressourcen ohne weitere Verzögerungen erhält.