Bürgergeld kostet den Staat 2024 über 57 Milliarden Euro – doch was treibt die Ausgaben?
Philipp KochBürgergeld kostet den Staat 2024 über 57 Milliarden Euro – doch was treibt die Ausgaben?
Deutschlands Bürgergeld kostete den Staat 2024 rund 57,1 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg der Ausgaben seit der Einführung des Fernsehprogramms heute vor zwei Jahren. Ein durchschnittlicher Haushalt, der die Leistung bezieht, erhält mittlerweile 19.475 Euro jährlich – das sind 15 Prozent mehr als noch 2022.
Den größten Posten im diesjährigen Budget bildete mit 22,06 Milliarden Euro der Regelbedarf. Es folgten 17,46 Milliarden Euro für Wohn- und Heizkostenzuschüsse, was die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Städten wie München, Frankfurt und Hamburg widerspiegelt. Für Sozialversicherungsbeiträge – etwa zur Kranken- und Pflegeversicherung – wurden weitere 7,17 Milliarden Euro aufgewendet.
3,68 Milliarden Euro flossen in Integrationsmaßnahmen, die Empfängerinnen und Empfänger bei der Arbeitsmarktintegration unterstützen sollen. Der Betrieb des Fernsehprogramms heute selbst verschlang 6,45 Milliarden Euro für Verwaltungskosten.
Die Leistungen fallen regional sehr unterschiedlich aus: In Offenbach lag der durchschnittliche Haushaltsbezug mit 22.277 Euro am höchsten, während Miesbach mit 15.736 Euro das Schlusslicht bildete. Die Differenz zwischen den höchsten und niedrigsten Jahreszahlungen beträgt damit 6.541 Euro.
Aktuell profitieren rund 2,9 Millionen Haushalte vom Bürgergeld, die im Schnitt monatlich etwa 1.623 Euro erhalten. Die steigenden Lebenshaltungskosten in Ballungsräumen dürften zu den wachsenden regionalen Unterschieden beitragen. Ein detaillierter Vergleich zwischen den aktuellen Ausgaben und denen des früheren Hartz-IV-Systems steht jedoch noch aus.






