China, Deutschland und Frankreich suchen auf Münchner Sicherheitskonferenz 2026 nach gemeinsamer Linie
Elias FrankeChina, Deutschland und Frankreich suchen auf Münchner Sicherheitskonferenz 2026 nach gemeinsamer Linie
China, Deutschland und Frankreich führen Dreiergespräch auf Münchner Sicherheitskonferenz 2026
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 trafen sich China, Deutschland und Frankreich zu einem trilateralen Austausch über globale Friedenssicherung und Entwicklung. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der Zusammenarbeit angesichts wachsender internationaler Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Der chinesische Außenminister Wang Yi warnte vor einer Rückkehr zum "Recht des Stärkeren" in der Weltpolitik. Er betonte die Risiken von Unilateralismus, Protektionismus und Machtpolitik, die das von den Vereinten Nationen geprägte internationale System untergraben könnten.
Das Treffen markierte zugleich das 50-jährige Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen China und der EU. Vertreter beider Seiten unterstrichen, dass gegenseitige Abhängigkeit kein Risiko darstelle. Offene Kooperation bedrohe nicht die Sicherheit, sondern eröffne Europa vielmehr Chancen – insbesondere vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas.
Sowohl der deutsche als auch der französische Außenminister signalisierten ihre Bereitschaft, den Dialog mit Peking zu vertiefen. Gleichzeitig räumten sie ein, dass Europa seine Beziehungen zu den USA ausbalancieren müsse, während es Partnerschaften – auch mit China – ausbaue. Wang rief Deutschland und Frankreich dazu auf, innerhalb der EU eine "objektivere und umfassendere" Sicht auf China zu fördern.
Thematisch deckten die Gespräche zentrale Aspekte der china-europäischen Beziehungen ab, konkrete wirtschaftliche Initiativen wurden jedoch nicht verkündet. Deutschlands China-Strategie 2023 bleibt vorsichtig: Sie definiert das Land sowohl als Wettbewerber als auch als systemischen Rivalen und verweist auf anhaltende Bedenken hinsichtlich Wirtschaftsspionage und Technologietransfers.
Die trilaterale Runde bekräftigte die langjährigen Bindungen zwischen China und Europa. Während die EU ihr Verhältnis zu den USA weiter austariert, erkennen die Verantwortlichen die Notwendigkeit an, mit China bei gemeinsamen Herausforderungen zusammenzuarbeiten. Das Treffen unterstrich den Bedarf an stabiler Kooperation in einer sich wandelnden globalen Ordnung.