16 February 2026, 04:02

China und Deutschland suchen bei Münchner Sicherheitskonferenz neue Partnerschaftsebene

Eine Gruppe von Menschen mit Masken steht nebeneinander vor einer blauen Wand mit einem Logo und nimmt an einer Pressekonferenz in Hong Kong teil.

China und Deutschland suchen bei Münchner Sicherheitskonferenz neue Partnerschaftsebene

Chinas ranghöchster Diplomat, Wang Yi, traf während der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 mit Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen, um über die Stärkung der Beziehungen zwischen beiden Ländern zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Ausbau hochrangiger Austauschformate angesichts sich wandelnder globaler Machtverhältnisse.

Wang bezeichnete die bilateralen Beziehungen als von "enormem Potenzial" geprägt und rief dazu auf, sie trotz anhaltender geopolitischer Spannungen auf ein "neues Niveau" zu heben.

Während des Treffens bekräftigte Wang Yi Chinas Zusagen, deutschen und anderen ausländischen Unternehmen eine offenere, marktgetriebene und rechtlich abgesicherte Geschäftsumgebung zu bieten. Zugleich forderte er Berlin auf, als Brückenbauer zwischen China und Europa zu agieren, und betonte, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit die Grundlage für die breiteren China-EU-Beziehungen bilde.

Bundeskanzler Merz entgegnete, Deutschland unterstütze eine Zusammenarbeit, die "fair, wechselseitig und stabil" sei. Deutsche Vertreter wiederholten ihre Haltung, sich für Freihandel einzusetzen, Protektionismus abzulehnen und das Engagement mit China zu vertiefen.

Wang unterstrich, beide Länder sollten in einer unsicheren globalen Lage als "Anker der Stabilität" wirken. Er schlug vor, den hochrangigen Austausch auszubauen und die Kooperation in Schlüsselsektoren zu intensivieren – konkrete Handels- oder Investitionsvereinbarungen wurden in den Gesprächen jedoch nicht genannt.

Die Gespräche signalisierten ein gemeinsames Interesse an der Festigung der wirtschaftlichen und diplomatischen Bindungen. Deutschlands Forderung nach fairen Handelsbedingungen und Chinas Drängen auf engere Zusammenarbeit bilden die Grundlage für weitere Verhandlungen. Beide Seiten anerkannten die Notwendigkeit von Stabilität angesichts sich verändernder geopolitischer Herausforderungen.