17 February 2026, 22:03

China warnt vor globaler Spaltung und fordert UN-Reform auf Münchner Sicherheitskonferenz

Das Logo der Vereinten Nationen zeigt einen weißen Hintergrund mit einer Weltkugel in der Mitte, umgeben von einem roten, grünen und blauen Kreis.

China warnt vor globaler Spaltung und fordert UN-Reform auf Münchner Sicherheitskonferenz

Chinas Außenminister Wang Yi hat die Staaten aufgefordert, sich unter der Führung der Vereinten Nationen zu vereinen, um eine globale Spaltung zu verhindern und eine friedliche Zukunft zu sichern. Bei einem Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 warnte er, die Welt stehe an einem Scheideweg und müsse entscheidende Weichen für Stabilität und Zusammenarbeit stellen. Seine Äußerungen waren eine direkte Reaktion auf die Kritik am UN-System, die der US-Außenminister Marco Rubio im Rahmen derselben Veranstaltung geübt hatte. Wang betonte, die Vereinten Nationen seien nach wie vor das wirksamste Instrument zur Wahrung des Friedens und zur Förderung internationaler Kooperation. Ohne sie drohe die Welt seiner Ansicht nach in ein "Recht des Stärkeren" abzurutschen, in dem Macht allein über Ergebnisse entscheide. Er forderte eine gestärkte und reformierte UNO, die den modernen Herausforderungen gerecht wird, und lehnte die Vorstellung ab, ein einzelnes Land solle über andere herrschen. Stattdessen schlug er eine globale Initiative vor, um ein gerechteres internationales System auf der Grundlage von Dialog und gemeinsamen Lösungen zu schaffen. Der Minister verwies zudem auf die langjährige Zusammenarbeit Chinas mit Europa. Beide Regionen sollten seiner Meinung nach gemeinsam an einer "multipolaren und friedlichen Weltordnung" mitwirken. Vertrauen, so Wang, müsse durch Kooperation und nicht durch Konfrontation wiederaufgebaut werden. Seine Rede fiel in eine Zeit anhaltender Spannungen zwischen den Großmächten über die globale Governance. Während Wang den Multilateralismus in den Vordergrund stellte, stand dies im scharfen Kontrast zu Rubios Skepsis gegenüber der Wirksamkeit der UNO - ein Gegensatz, der die Debatte über die künftige internationale Ordnung weiter anheizen dürfte. Wang plädiert in seinen Vorschlägen für eine Reform der Vereinten Nationen und eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Bewältigung gemeinsamer Bedrohungen. Seine Warnungen vor Spaltung und sein Appell an den Dialog spiegeln Chinas Bestreben wider, ein ausgewogeneres globales System zu etablieren. Die Rede unterstreicht die anhaltenden Differenzen darüber, wie die internationalen Beziehungen in den kommenden Jahren am besten gestaltet werden sollten.