14 February 2026, 12:01

China warnt vor Schwächung der UN – USA treiben alternativen Friedensrat voran

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der Nordatlantikvertragsorganisation (NATO) von 1949 bis heute zeigt, unterteilt in Regionen, die verschiedene Jahre der Erweiterung darstellen, mit informativem Text oben.

Chinas Außenminister ruft zur Revitalisierung der UN auf - China warnt vor Schwächung der UN – USA treiben alternativen Friedensrat voran

Chinas Außenminister Wang Yi hat die Staats- und Regierungschefs der Welt auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz aufgefordert, die Vereinten Nationen zu stärken. Er warnte vor Versuchen, die Organisation zu schwächen, und bezeichnete sie als das wirksamste Instrument für globale Zusammenarbeit. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA eine alternative Institution, den sogenannten "Friedensrat", vorantreiben.

Wang Yi betonte, dass das UN-System nach wie vor der beste Weg sei, um Fairness und die Achtung aller Nationen zu gewährleisten. Er argumentierte, dass sich jedes Land an die im UN-Charta festgelegten Regeln halten müsse. Eine Reform des globalen Systems, so der Minister, solle sich darauf konzentrieren, diese Prinzipien zu bewahren – und nicht, sie zu ersetzen.

Der Außenminister warnte vor einem Szenario, in dem mächtige Staaten ihren Willen anderen aufzwingen. Er kritisierte insbesondere Bestrebungen, die UN zu untergraben, und bezeichnete dies als gefährlichen Pfad, der die internationale Ordnung destabilisieren könnte.

Unterdessen hat der von den USA initiierte "Friedensrat" bereits einige Unterstützung erhalten: 19 Länder unterzeichneten bei der Konferenz in Davos das Gründungsdokument. Später schlossen sich vier weitere Staaten an, sodass die Gesamtzahl nun bei 23 liegt. Sechs Länder – Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Slowenien und Spanien – haben jedoch offiziell eine Teilnahme abgelehnt. Weitere 13 Staaten haben sich bis Ende Januar 2026 noch nicht entschieden.

Auch Deutschland gehört zu den Ländern, die sich gegen eine Beteiligung an dem neuen Gremium ausgesprochen haben. Die Spaltung verdeutlicht die wachsenden Spannungen darüber, wie globale Governance gestaltet werden soll.

Wang Yis Appell zur Stärkung der UN steht im Kontrast zur US-Initiative, eine parallele Institution zu schaffen. Die Reaktionen anderer Staaten zeigen eine gespaltene Haltung gegenüber dem alternativen Rat. Die Debatte über die Zukunft der globalen Ordnung wird voraussichtlich anhalten, während sich immer mehr Länder positionieren.