Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerisches Werk trotz Politik-Kritik
Philipp KochDaiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerisches Werk trotz Politik-Kritik
Daiichi Sankyo bekräftigt Engagement in Deutschland – trotz Kritik an Regierungspolitik
Trotz branchenweiter Kritik an der Gesundheitspolitik der Bundesregierung hält der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo an seinem Standbein in Deutschland fest. Das Unternehmen treibt eine große Erweiterung seines Werks in Pfaffenhofen (Bayern) voran – eine der umfangreichsten Investitionen in der Firmengeschichte.
Der japanische Pharmariese plant, rund eine Milliarde Euro in das Forschungs- und Produktionszentrum zu stecken. Das Werk in Pfaffenhofen ist bereits der größte Standort des Konzerns außerhalb Japans.
Benoit Creveau, Deutschland-Chef von Daiichi Sankyo, betonte, ein Stopp der Ausbaupläne komme nicht infrage. Neben der Gesundheitspolitik spielten auch andere Faktoren eine Rolle, darunter enge Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, der Zugang zu Fachkräften und zuverlässige Zulieferer.
Daiichi Sankyo bleibt mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans. Deutschland zählt weiterhin zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens.
Die Erweiterung wird die Präsenz von Daiichi Sankyo in Bayern weiter stärken und die Forschungs- und Produktionskapazitäten des Konzerns in Europa ausbauen. Die Investition unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für das Unternehmen.
