Demokratie zum Anfassen: Wie ein Marktplatz junge Wähler für die Kommunalwahl begeistert
Philipp KochDemokratie zum Anfassen: Wie ein Marktplatz junge Wähler für die Kommunalwahl begeistert
Vor den bayerischen Kommunalwahlen am 8. März 2026 fand ein "Demokratie-Marktplatz" statt, um junge Menschen zur Wahlteilnahme zu motivieren. Die Veranstaltung richtete sich an rund 800 Schülerinnen und Schüler, darunter viele potenzielle Erstwähler. Mit interaktiven Aktivitäten und Informationsständen sollte ihr Verständnis für Demokratie und Wahlen gestärkt werden.
Die Initiative wurde an vier Schulen in der Region umgesetzt. Die Organisatoren richteten eine simulierte Wahlkabine ein und stellten das Tool AB-O-Mat zur Verfügung, das es den Jugendlichen ermöglichte, politische Entscheidungen spielerisch zu erkunden. Thematisch ging es unter anderem um Wahlmotivation, Abläufe bei Wahlen und zentrale demokratische Werte.
Federführend war der Kreisjugendring Aschaffenburg, der das Projekt gemeinsam mit mehreren Partnerorganisationen durchführte. Ziel war es, junge Wählerinnen und Wähler vor den anstehenden Kommunalwahlen zu aktivieren. Seit der letzten Kommunalwahl 2020 sind in Bayern über 10.000 neue Erstwähler hinzugekommen.
2020 waren rund 10,05 Millionen Menschen in Bayern für die Kommunalwahlen wahlberechtigt. Allerdings liegen keine genauen Zahlen zur Beteiligung von Schülerinnen und Schülern oder zur Gesamtwahlbeteiligung vor.
Der Demokratie-Marktplatz erreichte Hundert Schüler mit praktischen Werkzeugen und Diskussionen. Angesichts der bevorstehenden Wahlen hoffen die Veranstalter, dass die Aktion zu einer höheren Wahlbeteiligung unter Jugendlichen führt. Nun bleibt abzuwarten, ob sich die Bemühungen in einer gesteigerten Wahlbeteiligung der jungen Generation niederschlagen.