„Der letzte Kaiser“: Wie Franz Beckenbauer den Fußball und Deutschland prägte
Lara Bauer"Was willst du mehr?" - Beckenbauer-Dokumentation "Der letzte Kaiser" - „Der letzte Kaiser“: Wie Franz Beckenbauer den Fußball und Deutschland prägte
"Franz Beckenbauer: Der letzte Kaiser" – Eine neue Doku über Leben und Erbe der Fußballlegende
In der dreiteiligen Dokumentation "Franz Beckenbauer: Der letzte Kaiser" wird das Leben und Vermächtnis des Fußballidols Beckenbauer beleuchtet. Unter der Regie von Torsten Körner geht der Film über die sportliche Karriere hinaus und untersucht Beckenbauers Einfluss auf die deutsche Gesellschaft. Die 2024 erschienene Produktion bietet einen tiefgründigen Blick auf eine der prägendsten Figuren des Fußballs.
Die Dokumentation zeichnet Beckenbauers beispiellose Erfolge im Fußball nach. Er bleibt bis heute der einzige Mensch, der die Weltmeisterschaft als Spieler, Trainer und Organisator gewann. Sein Wirken reichte weit über das Spielfeld hinaus und prägte, wie der Sport die Bundesrepublik Deutschland formte.
Der Film thematisiert auch die dunklen Kapitel seiner späteren Jahre. 2016 geriet Beckenbauer in einen Skandal um nicht verbuchte Millionen im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2006. Obwohl das Thema erst gegen Ende der letzten Folge kurz angerissen wird, bleibt es ein markanter Teil seiner Biografie. Prominente Stimmen wie Günther Jauch, Marius Müller-Westernhagen und Wolfgang Thierse kommen im Verlauf der Doku zu Wort. Auffällig ist jedoch, dass ausschließlich männliche Beitragende zu sehen sind. Regisseur Torsten Körner begründet diese Entscheidung damit, die mangelnde Vielfalt in den männlich dominierten "geheimen Männerclubs" des Fußballs zu verdeutlichen.
Die Dokumentation zeigt Beckenbauers Leben als sportlichen Triumph und zugleich als Spiegel der kulturellen Bedeutung des Fußballs. Durch die ausschließliche Fokussierung auf männliche Perspektiven unterstreicht sie die anhaltenden Herausforderungen bei der Inklusion im Sport. Am Ende bleibt ein detailliertes Porträt eines Mannes, dessen Erbe bis heute ambivalent bleibt.