Deutsche Telekom erhöht DSL-Preise und setzt auf KI-Rechenzentrum in München
Philipp KochDeutsche Telekom erhöht DSL-Preise und setzt auf KI-Rechenzentrum in München
Deutsche Telekom erhöht Preise für ältere DSL-Verträge und baut AI-Infrastruktur aus
Die Deutsche Telekom erhöht die Preise für ältere DSL-Verträge, während sie gleichzeitig ihre AI-Infrastruktur ausbaut. Kunden mit bestimmten Tarifen, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, müssen künftig monatlich 2 Euro mehr zahlen. Gleichzeitig nimmt das Unternehmen in München ein neues Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz in Betrieb – ein Drittel der Kapazitäten ist bereits reserviert.
Von der Preiserhöhung betroffen sind alle Kunden der Tarife MagentaZuhause und Call & Surf, deren Verträge vor April 2023 abgeschlossen wurden. Als Begründung führt die Telekom gestiegene Kosten an, die nicht länger intern aufgefangen werden könnten. Ein Kunde, der beispielsweise im November 2020 einen DSL-Vertrag unterzeichnet hat, zahlt ab April 2 Euro mehr im Monat. Betroffene haben die Möglichkeit, ihren Vertrag ohne zusätzliche Kosten zu kündigen.
Parallel treibt das Unternehmen den Ausbau seiner AI-Kapazitäten voran. Das neue Münchner Rechenzentrum, das speziell für AI-Anwendungen konzipiert wurde, ist bereits zu einem Drittel ausgebucht. Die Maßnahme fällt mit einem jüngsten Kursanstieg der Telekom-Aktie über die 30-Euro-Marke zusammen.
Wie viele Kunden von der Preisanpassung betroffen sind, bleibt unklar, da das Unternehmen keine bundesweiten Zahlen zu MagentaZuhause- und Call & Surf-Verträgen vor dem Stichtag April 2023 veröffentlicht hat.
Kunden mit älteren DSL-Tarifen müssen nun höhere monatliche Gebühren zahlen, können ihren Vertrag aber ohne Gebühren kündigen. Die Preisanpassung folgt dem Beschluss der Telekom, steigende Betriebskosten an die Kunden weiterzugeben. Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiter in den Ausbau seiner AI-Infrastruktur – die Nachfrage nach dem neuen Rechenzentrum in München ist bereits jetzt hoch.