25 March 2026, 20:03

Deutschland rüstet mit neuem Defendair-Raketensystem gegen Drohnen auf

Luftaufnahme eines großeindustriellen Geländes in Leipzig, Deutschland, beschriftet mit "Bell Europe", mit Gebäuden, Bäumen, Straße und Strommasten.

MBDA startet Produktion neuer Drohnenabwehr in Bayern - Deutschland rüstet mit neuem Defendair-Raketensystem gegen Drohnen auf

Deutschland baut seine Drohnenabwehrfähigkeiten mit einem neuen gelenkten Raketensystem aus. Das Defendair-Projekt, geleitet vom Rüstungskonzern MBDA, wird in Bayern produziert und in das Flugabwehrfahrzeug Skyranger 30 von Rheinmetall integriert. Das System hat bereits das Interesse anderer NATO-Partner geweckt.

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Am 11. November 2025 unterzeichnete MBDA einen Vertrag mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), um das Defendair-System zu entwickeln und zu liefern. Die ersten Auslieferungen sind für 2030 vorgesehen. Das Unternehmen hat bereits Vorarbeiten an der Lenkrakete aufgenommen, um die Produktion zu beschleunigen.

Die Defendair-Rakete wird im MBDA-Werk in Schrobenhausen (Bayern) gefertigt und in das mobile Flugabwehrsystem Skyranger 30 von Rheinmetall eingebunden. Neben dem Landbetrieb wird das System auch für Schiffe der Bundesmarine angepasst, um Drohnenbedrohungen auf See zu bekämpfen.

Zusätzlich arbeitet MBDA mit Rheinmetall an einem Laswaffensystem für die Deutsche Marine. Dieses separate Projekt soll in den kommenden Jahren in Dienst gestellt werden. Um diese Vorhaben zu unterstützen, plant MBDA, bis 2029 weitere 2,4 Milliarden Euro zu investieren und seine Produktionskapazitäten auszubauen.

Das Defendair-System ist Teil einer größeren europäischen Luftverteidigungsinitiative. Seine Entwicklung hat bereits das Interesse anderer NATO-Staaten geweckt und unterstreicht Deutschlands Rolle bei der Entwicklung modernster Drohnenabwehrtechnologien.

Der Defendair-Vertrag markiert einen wichtigen Schritt in der militärischen Modernisierung Deutschlands. Das System wird die Drohnenabwehrfähigkeiten sowohl an Land als auch zur See stärken. Mit den für 2030 geplanten Lieferungen festigt das Projekt zudem die Zusammenarbeit zwischen MBDA, Rheinmetall und den NATO-Verbündeten.

Quelle