DSV setzt vollelektrischen 40-Tonner für nächtliche Brenner-Transporte ein
Elias FrankeDSV setzt vollelektrischen 40-Tonner für nächtliche Brenner-Transporte ein
DSV startet regulären Nachtfrachtbetrieb mit vollelektrischem 40-Tonnen-Lkw auf der Brennerroute
DSV hat den regelmäßigen nächtlichen Gütertransport mit einem vollelektrischen 40-Tonnen-Lkw auf der Brennerpass-Strecke aufgenommen. Das Fahrzeug verkehrt nun täglich zwischen Neufahrn bei München und Sterzing in Südtirol – nach einer erfolgreichen Testphase. Mit dem Schritt sollen Lärmbelastung und Emissionen auf einem der meistbefahrenen alpinen Transitkorridore Europas reduziert werden.
Das Projekt begann im September 2025 mit Probefahrten, bei denen die Leistung des Lkw auf der 490 Kilometer langen Hin- und Rückstrecke getestet wurde. Dank einer Reichweite von 500 Kilometern bewältigt der E-Lkw die Strecke ohne Zwischenladung und gewinnt sogar Energie auf Gefällestrecken zurück. Mit einer Nutzlast von 22 Tonnen und einer Leistung von 400 kW erfüllt er die Anforderungen des internationalen Fernverkehrs.
Der Standort Neufahrn unterstützt den Betrieb mit einer Hochleistungs-Ladestation, die von einer 835-kWp-Solaranlage und einem 800-kWh-Batteriespeicher versorgt wird. Diese Infrastruktur ermöglicht das nächtliche Aufladen des Lkw ohne Unterbrechung des Fahrplans. Ein entscheidender Vorteil ergibt sich aus einer Ausnahmegenehmigung für die Tiroler Autobahn A12: Während Diesel-Lkw über 7,5 Tonnen dort nachts ein Fahrverbot haben, dürfen Elektrofahrzeuge ohne Einschränkungen verkehren.
Ralf Többe, Senior Vice President Road DACH bei DSV, betonte die strategische Investition in grüne Technologien. Das Unternehmen plant, langfristig Kapazitäten auf der Handelsroute Deutschland-Italien zu sichern und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß zu senken. Ab März 2026 wird der Lkw im 24-Stunden-Betrieb eingesetzt – ein Schritt vom Pilotprojekt zur vollen Integration in die DSV-Flotte.
Der Einsatz des E-Lkw stärkt die Zuverlässigkeit der DSV-Lieferkette über den Brennerpass. Durch den Ersatz von Diesel-Fahrzeugen auf Nachtstrecken verringert das Unternehmen Lärmbelastung für Anwohner und Tierwelt. Die Initiative unterstützt zudem die größeren Bestrebungen, den Güterverkehr in den Alpen zu dekabonisieren.






