28 March 2026, 02:01

E-Rezepte ändern 2025 die Regeln für Steuerabzüge bei Medikamentenkosten

Plakat mit der Aufschrift "160 Milliarden Euro die Einsparungen, die Steuerzahler durch die Verhandlung niedrigerer Arzneimittelpreise durch Medicare erzielen" mit einem Logo.

E-Rezepte ändern 2025 die Regeln für Steuerabzüge bei Medikamentenkosten

Deutschlands Umstieg auf E-Rezepte bringt strengere Regeln für Steuerabzüge bei Medizin­kosten

Seit Januar 2024 sind die alten rosafarbenen Papierrezepte vollständig durch digitale Versionen ersetzt worden. Diese Umstellung wirkt sich darauf aus, wie Patientinnen und Patienten ihre Ausgaben in der Steuererklärung geltend machen können – insbesondere ab dem Jahr 2025.

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Die Einführung der E-Rezepte wurde Anfang 2024 abgeschlossen, um Abläufe für Ärzte, Apotheken und Patienten zu vereinfachen. Doch mit der Digitalisierung gehen auch strengere Anforderungen für den Steuerabzug einher. Für das Steuerjahr 2024 galt zwar noch eine Übergangsregelung mit gewissen Spielräumen, doch ab 2025 müssen alle Apothekenbelege den vollständigen Namen der Patientin oder des Patienten enthalten, um anerkannt zu werden.

Die Finanzämter verlangen nun lückenlose Belege mit konkreten Angaben: den Namen des Medikaments, die Art des Rezepts, den Eigenanteil – und unbedingt den Namen der versicherten Person. Fehlen diese Informationen, können Anträge auf Steuerermäßigung abgelehnt werden. Patientinnen und Patienten sollten ihre Belege daher beim Abholen der Medikamente prüfen oder gegebenenfalls korrigierte Versionen in der Apotheke anfordern.

Wie bisher bleiben nur Kosten absetzbar, die direkt mit einer Erkrankung zusammenhängen und nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Zudem zieht das Finanzamt vor der Anerkennung der Abzüge eine sogenannte zumutbare Eigenbelastung ab. Die Fristen für die Steuererklärung 2025 enden für die meisten Steuerpflichtigen am 31. Juli 2026, bei Nutzung einer Steuerberatung erst am 28. Februar 2027.

Das neue E-Rezept-System erleichtert zwar den Alltag, stellt Patientinnen und Patienten bei der Steuererklärung aber vor höhere Hürden. Wer seine Belege nicht sorgfältig prüft, riskiert den Verlust von Abzugsmöglichkeiten. Die Änderungen gelten bundesweit einheitlich – regionale Ausnahmen gibt es nicht.

Quelle