14 January 2026, 19:01

Edtstadler diskutiert Europas Sicherheit und digitale Resilienz in München

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte des Balkans, auf der Städte, Flüsse und andere geografische Merkmale bezeichnet sind.

Edtstadler diskutiert Europas Sicherheit und digitale Resilienz in München

Die 59. Münchner Sicherheitskonferenz fand im Februar 2023 statt und brachte weltweite Führungspersönlichkeiten zusammen, um drängende Sicherheitsfragen zu erörtern. Die österreichische Europaministerin Karoline Edtstadler nahm an der Veranstaltung teil, die sich mit der sich wandelnden Sicherheitslage Europas nach Russlands Angriff auf die Ukraine befasste. Im Mittelpunkt standen zudem die wachsende Bedeutung digitaler Resilienz sowie die stärkere Einbindung von Frauen in Entscheidungsprozesse.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eröffnete die Konferenz per Videoschaltung und forderte anhaltende internationale Unterstützung für die Ukraine. Seine Rede gab den Ton für die Debatten über die Sicherheitszukunft Europas vor.

Edtstadler führte hochrangige Gespräche mit der US-Vizepräsidentin Kamala Harris, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell. Zudem traf sie sich mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik, darunter Kent Walker, Präsident für globale Angelegenheiten bei Google, um über Cybersicherheit und die Bekämpfung von Desinformation zu sprechen. Die Ministerin betonte Österreichs Vorreiterrolle bei der Eindämmung von Hassrede im Internet durch das Kommunikationsplattformen-Gesetz. Sie setzte sich für stärkere EU-Cyberabwehrkräfte und eine größere technologische Unabhängigkeit in einer zunehmend digitalisierten Welt ein. Zur regionalen Sicherheit hin diskutierte Edtstadler über den EU-Beitrittsprozess der Westbalkanstaaten und argumentierte, dass deren Integration die Stabilität in der Region stärken würde.

Die Konferenz unterstrich die Notwendigkeit eines widerstandsfähigeren Europas angesichts anhaltender Konflikte und digitaler Bedrohungen. Edtstadlers Gespräche konzentrierten sich auf Cybersicherheit, Desinformation und den EU-Beitrittsweg der Westbalkanstaaten. Ihre Teilnahme zeigte Österreichs Rolle bei der Gestaltung der europäischen Sicherheitspolitik auf.