31 March 2026, 20:02

Elektroautos sind sicherer als Verbrenner – neue Studie widerlegt Brandmythen

Zwei Feuerwehrleute in Schutzausrüstung verwenden einen Schlauch, um ein brennendes Auto zu löschen, während im Hintergrund Fahrzeuge und ein Gebäude zu sehen sind.

Elektroautos sind sicherer als Verbrenner – neue Studie widerlegt Brandmythen

Elektroautos setzen sich in Deutschland rasant durch: Bis Anfang 2025 waren bereits über 1,73 Millionen rein batteriebetriebene Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Eine neue Studie des Allianz Zentrums für Technik (AZT) zeigt nun, dass diese Fahrzeuge ein deutlich geringeres Brandrisiko bergen als Benziner oder Diesel. Die Ergebnisse widerlegen damit gängige Bedenken hinsichtlich der Batteriesicherheit bei E-Autos.

Zwischen 2020 und 2024 entfielen weniger als 1 Prozent der bei Allianz gemeldeten brandbedingten Versicherungsschäden auf Batterieelektrofahrzeuge (BEV). Die von Carsten Reinkemeyer, Leiter der Sicherheitsforschung am AZT, geleitete Untersuchung ergab, dass in keinem der untersuchten Fälle eine spontane Zellentzündung in der Batterie die Ursache für den Brand war. Stattdessen gingen 40 Prozent der E-Auto-Brände auf externe Einflüsse zurück, 25 Prozent auf technische Defekte und 10 Prozent auf Brandstiftung.

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind hingegen Risiken wie Kraftstoff- oder Ölverlusten ausgesetzt, die bei E-Autos vollständig entfallen. Zwar nähert sich die Brandwahrscheinlichkeit bei neueren E-Autos (unter zwei Jahren) der von Benzinern an, doch insgesamt bleibt das Risiko bei älteren Elektrofahrzeugen deutlich geringer. Eine separate Studie der Autohersteller kam zudem zu dem Schluss, dass E-Autos in puncto Lebensdauer rasant aufholen und konventionelle Fahrzeuge bereits erreichen oder übertreffen.

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Trotz des geringeren Brandrisikos zeigt eine Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu Schadensfällen, dass Häufigkeit und Kosten von Allgemeinschäden bei E-Autos und Verbrennern ähnlich ausfallen. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines wachsenden E-Auto-Markts in Deutschland: 2024 wurden über 544.800 neue BEV zugelassen – das entspricht 32 Prozent aller Neuzulassungen. Bis Januar 2026 stieg die Gesamtzahl der Batterieelektrofahrzeuge auf deutschen Straßen auf 2,03 Millionen, wobei die Neuzulassungen in diesem Jahr auf 380.609 zurückgingen.

Die AZT-Studie liefert klare Belege dafür, dass Elektroautos statistisch gesehen ein geringeres Brandrisiko aufweisen als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Angesichts weiter steigender BEV-Zulassungen deuten die Daten darauf hin, dass die Sorgen vor Batteriebränden möglicherweise übertrieben sind. Versicherer und Hersteller verfügen nun über konkrete Zahlen, um die Sicherheitsdebatte im Zuge der wachsenden E-Mobilität sachlich zu führen.

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